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Wirtschaft leidet unter Vulkanausbruch

Montag, 19. April 2010, 13:56 Uhr

Der lahmgelegte Flugverkehr in weiten Teilen Europas beeinträchtigt die Tourismusbranche enorm. Erste Auswirkungen spüren bereits auch Logistik- und Detailhandelsunternehmen. Und Autohersteller Nissan muss gar die Produktion vorübergehend einstellen.

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Wirtschaft leidet unter Vulkanausbruch

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Gestört ist insbesondere das Luftfracht-Geschäft zwischen Asien und Europa, wie eine Sprecherin des Logistikkonzerns Kühne+Nagel erklärte. Die Fracht bleibe stehen. Das Unternehmen habe deshalb bereits zusätzliche Lagerflächen in Asien mieten müssen.

Einige Esswaren werden knapp

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist zwar gesichert, doch gewisse Vorlieben können nicht mehr befriedigt werden. Bei der Migros könnte etwa der grüne Spargel knapp werden, da er per Luftfracht aus den USA bezogen wird, wie eine Sprecherin sagte.

Auch frischer Fisch aus Island wie Kabeljau und Dorsch oder Pangasiusfilets und Thunfisch aus Vietnam und den Philippinen könnte es zwischenzeitlich nicht mehr geben. Fisch komme bei den Detailhändlern direkt aus dem Frachtcontainer auf die Theke, so Migros.

Keine Knappheit bei Früchten und Gemüsen

Bei Coop könnte es ebenfalls beim einen oder anderen Fischprodukt zu Engpässen kommen, wie ein Sprecher erklärte. Auch Max-Havelaar-Rosen könnten knapp werden. Der Anteil der eingeflogenen Produkte bei Coop macht aber weniger als ein Prozent des Kassenumsatzes aus.

Früchte und Gemüse sind weiterhin erhältlich. Bananen zum Beispiel werden mit dem Schiff geliefert. Die meisten anderen Früchte und Gemüse kommen ebenfalls auf dem See- und Landweg in die Schweiz. Die Versorgung mit Fleisch ist ebenfalls gesichert, da es im Inland erhältlich ist.

Der japanische Autobauer Nissan muss drei Produktionslinien in Japan aussetzen. Dies, weil er gewisse Komponenten derzeit nicht aus Irland importieren kann.

Luftfahrtbranche: Grössere Folgen als 11. September 2001

Demgegenüber leidet die Reisebranche enorm. Gemäss den Angaben des internationalen Luftfahrtverbands IATA ist der Schaden wegen der Aschewolke aus Island grösser als die Folgen der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA. Die Airlines fliegen demnach täglich Verluste von 250 Millionen Dollar ein.

Sorgen um ihre Einnahmen müssen sich auch die Reise-Konzerne machen. An der Schweizer Börse geraten heute denn auch die Aktien von Kuoni unter die Räder. Zu den Verlierern gehören auch die Aktien des Flughafens Zürich und der im Airline-Catering tätigen Gategroup.

Wie weit sich die Folgen des Vulkanausbruchs auf Island insgesamt auf den zarten Wirtschaftsaufschwung hierzulande auswirken, lässt sich derzeit nicht beurteilen.

(agenturen/rufi)

Kommentare aktiv...

T. Suter, Bern
(Triss Frau)
Verfasst am: 19.4.2010 23:02

Ach, wie entsetzlich

keine Spargeln und kein Fisch mehr aus Uebersee.... mehr

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H. Schütz, Mettendorf
(heinzschuetz Mann)
Verfasst am: 19.4.2010 16:21

Vulkanaschenwolke

Es wundert mich schon sehr wie leichtsinnig das... [1]  mehr

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