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Ist der Vulkan sauberer als all die Flugzeuge?

Nadine Gerber
Montag, 19. April 2010, 16:18 Uhr

Vulkane produzieren CO2 - und das nicht zu knapp. Seit Tagen quillt eine rabenschwarze Wolke aus dem Boden und verteilt sich von Island aus über ganz Europa: Doch auch Flugzeuge sind nicht gerade umweltfreundlich. Mehr als 63'000 Flüge mussten bislang gestrichen werden. Ist der Vulkanausbruch am Ende sogar ein Segen für die Umwelt?

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Bild Kondensstreifen.
Die Kondensstreifen der Flugzeuge sorgen für eine Abkühlung auf der Erde. keystone

Das ist eine Frage, die man wohl erst in einigen Wochen abschliessend beantworten kann, sagt Thomas Peter, Professor für Atmosphärenchemie an der ETH Zürich gegenüber «tagesschau.sf.tv»: «Das muss man erst genau untersuchen. Die Menge CO2, die von einem Vulkan an die Umwelt abgegeben wird, ist abhängig von der Grösse des Vulkans oder von der Menge an Rauch, die er bei einer Eruption ausstösst.»

Ascheregen über Island (TS News Update vom 19. 4.)

Obere Luftschichten belastet

Doch Vulkan und Flugzeug haben noch andere Gemeinsamkeiten. So reflektiert bei den Fliegern der Kondensstreifen die Sonne, was für einen kühlenden Effekt auf der Erde sorgt. Bei der Vulkanwolke sind es die Ascheteilchen, welche das Sonnenlicht reflektieren.

Die ETH Zürich misst regelmässig die Vulkanteilchenbelastung in der Luft. Im Moment liegt die Wolke über der Schweiz in einer Höhe von rund acht Kilometern – die Gefahr liegt also in den oberen Luftschichten.

Entspannung der Situation in Sicht

Das Meteorologische Institut in Reykjavik kommt indessen zum Schluss, dass der isländische Gletschervulkan derzeit mehr Lava als Asche ausspuckt. Ein Sprecher sprach bereits von «guten Nachrichten für die Flugreisenden in Europa.»

Ein Überwachungsflug per Helikopter habe entsprechende Messungen bestätigt, hiess es. Auch die viel geringere Höhe der Rauchsäule mit Vulkanasche zeige eine Veränderung des Ausbruchs an. Sie erreichte nur noch eine Höhe von maximal vier Kilometern.

Dadurch könne nicht mehr so viel Asche auf den europäischen Kontinent gelangen, sagte der Meteorologe Hjorleifur Sveinbörnsson. In den letzten Tagen war die Säule auf eine Höhe von bis zu elf Kilometern gelangt.

Kommentare aktiv...

R. Pulsoni, Rüti
(impulsario Mann)
Verfasst am: 20.4.2010 13:56

M. Leuenberger - Go Home please!!

Da kann man nur auf Folgendes hinweisen:... mehr

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C. Staub, Steffisburg
(castaub Mann)
Verfasst am: 19.4.2010 17:54

...runter

...kommen sie immer !

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R. Kernen

Verfasst am: 19.4.2010 17:51

Vergleich der anthropogenen mit vulkanischen CO2-Emissionen

Wie die Bilanz der aktuellen Phase sein wird,... mehr

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