International
Blutbad bei Attentaten in Pakistan
Zwei Selbstmordattentäter haben in Pakistan bei Bombenanschlägen auf Flüchtlinge mindestens 41 Menschen getötet und 62 weitere verwundet. Die Explosionen ereigneten sich im Abstand von wenigen Minuten an einem Zentrum, in dem Essen verteilt und Flüchtlinge registriert werden. Zuvor war die Armee massiv gegen Aufständische vorgegangen.
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Die Attentäter hatten sich mit Burkas, den Ganzkörperschleiern muslimischer Frauen, verkleidet, wie die Behörden mitteilten. Das Lager befindet sich in der Region Kohat nahe der Grenze zu Afghanistan.
210'000 Zivilisten geflüchtet
Bei einer Militäraktion in Orakzai nahe der afghanischen Grenzen töteten pakistanische Soldaten nach Angaben der Behörden mindestens 25 mutmassliche Islamisten. Zahlreiche weitere Aufständische seien verletzt worden, als die Soldaten - unterstützt von Artillerie und Hubschraubern - Stellungen angegriffen hätten, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung.
Auch am Samstag hätten Hubschrauber erneut Stellungen der Aufständischen in der Region beschossen. Seit die Kämpfe in Orakzai Ende des vergangenen Jahres begannen, sind etwa 210'000 Zivilpersonen aus der Region geflohen.
Armee räumt Fehler ein
In einem seltenen Eingeständnis eigener Fehler räumten die pakistanischen Streitkräfte unterdessen ein, dass es bei einem Luftwaffenagriff am Samstag vor einer Woche auf ein abgelegenes Dorf in der Region Khyber zivile Opfer gegeben hat. Wie viele es waren, wurde nicht gesagt.
In Regierungskreisen war Anfang der Woche von bis zu 71 getöteten Zivilpersonen die Rede.
(apn/halp)
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