Schweiz
Zürcher FDP: Banken nicht zu «Weltpolizisten» machen
Die FDP Kanton Zürich will auch in Zukunft zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug unterscheiden. Auch das Bankkundengeheimnis ist für die Freisinnigen nicht verhandelbar. Die von einer parteiniternen Kommission erarbeiteten Gegenpositionen zur Weissgeldstrategie der FDP Schweiz wurden an der Delegiertenversammlung in Zürich in einer Konsultativabstimmung mit wenigen Gegenstimmen unterstützt.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Bestätigt fühlt sich die Parteileitung auch durch eine Befragung der Parteimitglieder zur Finanzplatzstrategie. Dabei haben sich 80 Prozent der Befragten für die Beibehaltung der Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung ausgesprochen, wie Parteipräsident Beat Walti ausführte.
Mitglieder lehnen Kontrollpflicht der Banken ab
Bei der Befragung seien rund 9500 Mitglieder einbezogen worden, stellte der Parteipräsident fest. 1300 Mitgieder hätten sich an der Umfrage beteiligt. Das sei eine stattliche Zahl und zeige, dass die Frage des Finanzplatzes unter den Nägeln brenne.
Klar abgelehnt werde eine Kontrollpflicht der Banken bei der Entgegennahme von ausländischen Geldern, sagte Walti. Die Banken dürften nicht zu «Weltpolizisten des Finanzplatzes» gemacht werden. Rund 23 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, dass «schwere Steuerhinterziehung» schärfer strafrechtlich geahndet würde. 48 Prozent würden eine Selbstdeklaration durch die Bankkunden befürworten.
Die FDP kämpfe für einen sauberen Finanz- und Werkplatz, betonte FDP-Ständerat Felix Gutzwiller. Das rechtmässige Versteuern und Anlegen von Vermögen müsse jedoch weiterhin in der Eigenverantworung der Kunden und Banken bleiben. «Wir wollen auch 2020 noch einen starken Finanzplatz Schweiz und starke Banken», sagte Gutzwiller.
Die Schweiz sei zwar wegen der Altgelder wegen nicht versteuerter Gelder unter Druck geraten, aber sie sei nicht gezwungen worden, die Bankpraxis zu ändern. Auch für FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger ist klar: «Der Schutz der Privatshäre muss im Bankengeschäft unter allen Umständen aufrecht erhalten bleiben.» Das Bankkundengeheimnis dürfe nicht unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit einem Schnüffelstaat geopfert werden.
Plädoyer für mehr Selbstbewusstsein
Nationalrätin Doris Fiala plädierte für mehr Selbstbewusstsein. Die Schweiz müsse in Finanzplatzfragen gleich lange Spiesse fordern. Das habe nichts mit Arroganz zu tun. «Hören wir endlich auf, den Finanzplatz gegen den Werkplatz auszuspielen».
Hans-Peter Portmann, Präsident der FDP-Kommission Wirtschaft und Abgaben und selber Banker, warnte davor, die bisherige bewährte Praxis über den Haufen zu werfen. Es stehe weit mehr auf dem Spiel als einige Banken-Arbeitsplätze.
(sda/halp)
Meldungen im Tagesverlauf
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid


Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
SP könnte Steuerabkommen kippen
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»



















P. Beutler
Verfasst am: 17.4.2010 10:22
Auch Steuerhinterziehung ist Betrug! Und dessen sind sich
die Herren Pelli und Merz wohl bewusst.... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
P. Stucki
Verfasst am: 16.4.2010 22:51
Sie Fräulein Binsberger, die Demokratie in den Unternehmungen existiert ja:
1 Franken = 1 Stimme. Logisch, oder ?
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
E. Wille, Rosenfeld
)
(summerof18
Verfasst am: 16.4.2010 20:54
Ganz offensichtlich ist auch den FDP-
Politikern bekannt, dass die Schweizer Banken... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten