International
UNO-Klima-Konferenz lässt Dampf ab
Zum Abschluss einer dreitägigen UNO-Konferenz in Bonn hat der Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, die Erwartungen für den nächsten Klimagipfel in Cancún (Mexiko) Ende 2010 gedämpft. Ein umfassendes und rechtlich verbindliches Abkommen sei kaum machbar. Dennoch wurde eine Agenda für die weiteren Verhandlungen über einen Vertrag festgelegt.
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Vielmehr müsse es darum gehen, sich erst einmal auf Teilübereinkommen zu verständigen, sagte de Boer. Inwieweit diese «Architektur» dann später in ein Abkommen umgesetzt werde, müsse sich zeigen.
Warten bis 2011?
An der ersten offiziellen UNO-Konferenz seit dem weitgehend gescheiterten Kopenhagener Weltklimagipfel im vergangenen Dezember verhinderten in Bonn Differenzen einmal mehr substanzielle Fortschritte und Lösungen. Es gibt es wenig Klarheit, wie ein neues globales Klimaschutzabkommen erreicht werden kann, welches das Kyoto-Protokoll zur Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase in Industrieländern ersetzen soll, das 2012 ausläuft.
Auch aus Konferenzkreisen hiess es, ein fertiges Abkommen sei besser erst auf dem Gipfel Ende 2011 in Südafrika anzustreben, als jetzt zu viel zu wollen. Die Delegationsleiter der USA und der EU erklärten, es sei noch zu früh zu sagen, ob es in Cancún ein Abkommen geben könne.
EU zahlt an ärmere Länder
Die EU steht ungeachtet der weiterhin stockenden internationalen Klimaverhandlungen zu ihrer Finanzzusage für ärmere Länder. Die im Zuge des Weltklimagipfels zugesagten ersten 2,4 Milliarden Euro würden in diesem Jahr gezahlt, sagte die spanische Delegierte Alicia Montalvo. Spanien hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne.
Die Gelder sollen für effiziente Massnahmen zum Klimaschutz verwendet werden. Gemäss der Kopenhagen-Vereinbarung sollen Industrieländer den Entwicklungsländern von 2010 bis 2012 rund 30 Milliarden US-Dollar zusätzlich als Soforthilfen zur Verfügung stellen. Die EU will davon rund ein Drittel übernehmen.
Marathon der Vorbereitungskonferenzen
Mit zusätzlichen UNO-Konferenzen soll der Gipfel von Cancún intensiv vorbereitet werden. Die nächste grössere UNO-Konferenz ist für Mai/Juni in Bonn geplant. Ende August soll eine weitere UNO Konferenz in Bonn stattfinden. Daneben wollen die mexikanischen Gastgeber in den nächsten Monaten eine Vielzahl informeller Treffen abhalten.
Die US-Regierung empfängt bereits am 18./19. April Vertreter der 17 grossen Wirtschaftsnationen zu Klimagesprächen.
Neustart in Bonn überschattet
Die Differenzen vom Weltklimagipfel überschatteten auch den geplanten Neustart in Bonn. Rund 2000 Regierungsvertreter aus aller Welt berieten darüber, wie die Verhandlungen weitergeführt werden sollen. Beibehalten werden die beiden Verhandlungsstränge zum Kyoto Protokoll und zur umfassenderen Klimarahmenkonvention.
Unklar ist, inwieweit die Kopenhagen-Vereinbarung herangezogen werden soll. Die USA und eine mit ihnen auf einer Linie liegende Ländergruppe wollen die politische Vereinbarung von Kopenhagen als Basis nehmen. Andere Ländergruppen wie die EU wollen den Text nutzen und Elemente in die weiteren Verhandlungen einbeziehen.
Wiederum andere Länder akzeptieren die Vereinbarung nicht, da sie entgegen den UNO-Prinzipien hinter den Kulissen von wenigen Ländern ausgehandelt worden sei.
Die US-Delegation pries die Kopenhagen-Vereinbarung, die unter Regie von US-Präsident Barack Obama zustande gekommen war, in Bonn als «Meilenstein». Die spanische Delegierte Alicia Montalvo sagte für die EU-Seite, sie sei eine wichtige politische Richtschnur.
Rund 120 Länder haben sich hinter die Kopenhagen-Vereinbarung gestellt, die auf dem Gipfel nicht formell beschlossen wurde.
(sda/halp)
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J. Schweizer, Basel
)
(JoeCH
Verfasst am: 12.4.2010 14:25
Klimagipfel Absagen
Wenn kein Ergebniss zu erwarten ist, bitte den... mehr
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A. Schweigler, Truttikon
)
(mycky
Verfasst am: 12.4.2010 9:55
Bedenklich
Währe die Umwelt eine Bank hätte sie wohl mehr... mehr
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