International
Organspende-Skandal irritiert London
Die britischen Behörden gehen möglichen Irrtümern auf Organspenderlisten nach. Die Rede ist von mehreren hunderttausend Fehlern, denen man jetzt in einer aufwendigen Prozedur auf die Spur kommen müsse. Dabei wurden Vorgaben der möglichen Spender unter Umständen missachtet.
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Der Nationale Dienst für Gesundheit, Blut und Transplantationen erklärte, ein Teil seiner 14 Millionen Organspendeneinträge sei von technischen Fehlern betroffen. So könnten die von Spendern angegebenen Wünsche vertauscht worden sein.
Falsche Einträge in Listen
Das bedeutet beispielsweise, dass Menschen, die ihre Lunge oder Haut spenden wollten, in der Liste als Spender für Augenhornhaut oder Herzen geführt wurden.
Die britische Zeitung «Daily Telegraph» berichtet, dass die Daten von etwa 800'000 Spendern durch technische Probleme fehlerhaft gespeichert wurden. In 400'000 Fällen seien diese Unstimmigkeiten inzwischen ausgeräumt.
Keine Organentnahme bis zur Klärung
Mit weiteren 400'000 Personen würde in Kürze Kontakt aufgenommen, um die gespeicherten Daten zu überprüfen und falls notwendig, zu korrigieren.
Bis zur Abklärung der Angaben würden von diesen Menschen im Falle ihres Ablebens keine Organe entnommen, erklärte die Behörde.
Behörden tauschten Daten aus
Derzeit gehe man davon aus, dass nur eine geringe Zahl der potenziellen Organspender von dem Irrtum betroffen sein könnte, sagte ein Sprecher.
Nach Recherchen des Blattes waren Daten des nationalen Amtes für Verkehrssicherheit bereits 1999 irrtümlich in den Datenbestand der Nationalen Gesundheitsbehörde eingearbeitet worden und führten in der Folge zu einer Verfälschung der Angaben möglicher Organspender.
(sf/apn/halp)
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