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Hauptdurchschlag für Gotthardtunnel: Mitte Oktober ist es soweit

Freitag, 9. April 2010, 17:23 Uhr, Aktualisiert 20:21 Uhr

In einem halben Jahr wird der grösste Eisenbahntunnel der Welt durchbrochen sein: Läuft alles nach Plan, begegnen sich die Mineure von Sedrun und Faido am 15. Oktober in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels. Dies bestätigt die Alptransit Gotthard AG gegenüber «Schweiz aktuell».

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«Schweiz aktuell».

Bis zum ersten Hauptdurchschlag müssen die Mineure nur noch 2,4 Kilometer Fels durchbrechen.

Interesse von Politik und Bevölkerung gross

Obwohl im Tunnelbau immer Störungen auftreten könnten, gibt sich Renzo Simoni, Chef der Alptransit Gotthard AG, zuversichtlich: «Sämtliche Prognosen bestätigen uns diesen Termin vom 15. Oktober 2010.»

«Es handelt sich um ein Jahrhundertereignis.»
Renzo Simoni, Alp Transit Gotthard AG

Laut Simoni wurde das Datum in erster Linie auf Grund des Baufortschritts berechnet, man habe aber auch darauf achten müssen, dass der Hauptdurchschlag ein historischer Moment sei. «Es handelt sich um ein Jahrhundertereignis, das Interesse von Politik und Bevölkerung ist immens», so Renzo Simoni.

Am Tag des Durchschlages finden Anlässe für die Mineure und für geladene Gäste in Sedrun und in Faido statt. Ausserdem plant die Alptransit AG Feierlichkeiten für die betroffene Bevölkerung bei den Tunnelportalen Erstfeld und Bodio/Pollegio.

Bild Übersichtskarte Linienführung Gotthard-Basistunnel
Bis zum Hauptdurschlag müssen nur noch 2,4 Kilometer Fels durchbrochen werden. sf

Das Schweizer Fernsehen wird den historischen Moment des Durchschlags innerhalb einer mehrstündigen Sondersendung live übertragen.

Zweiter Durchschlag kam halbes Jahr früher

Ende März waren fast 95% der rund 151,8 km Schächte, Stollen und Tunnelröhren des Gotthard-Basistunnels ausgebrochen. Im September 2009 wurde die zweite Röhre zwischen Erstfeld und Amsteg durchschlagen. Dieser Durchschlag kam rund ein halbes Jahr früher als geplant.

«Hier entsteht das erste Weltwunder der Schweiz und das längste Weltwunder der Welt», sagte damals Bundesrat Moritz Leuenberger bei der Feier zum Durchschlag.

Renzo Simoni, Alp Transit Gotthard AG

Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Gotthard-Basistunnels ist auf Ende 2017 geplant. Daneben ist auch der Ceneri-Tunnel in Arbeit, der 2019 fertig sein soll. Die Auslastung des bereits bestehenden Lötschberg-Basistunnels liegt im Durchschnitt bei fast 80 Prozent.

Phasen für den Bau der NEAT1

Das Parlament hat beschlossen, dass die NEAT in zwei Phasen gebaut werden soll. Für den Bau der ersten Phase hat es die Kredite beschlossen und freigegeben. Folgende Projekte werden in der ersten Phase gebaut:

Lötschberg-Basistunnel (LBT)

Gotthard-Basistunnel (GBT)

Ceneri-Basistunnel (CBT)

Neubaustrecke Gotthard-Süd

Für den Bau der Projektteile der zweiten Phase hat das Parlament die Kredite gesperrt. Wegen der Kostensteigerung will der Bundesrat auf die Projekte der 2. Phase verzichten bzw. sie nicht im Rahmen der NEAT 1 finanzieren.

Mit einer entsprechenden Gesetzesrevision sind folgende Projekte nicht mehr für die NEAT 1 vorgesehen:

Zimmerberg-Basistunnel (ZBT) (zwischen Nidelbad und Litti)

Hirzeltunnel (Verbindung des linken Zürichseeufers mit Arth-Goldau)

Streckenausbauten auf den Zufahrten zum Gotthard-Basistunnel

Insgesamt dürfte die von der Schweiz geplante neue Eisenbahn-Alpentransversale aus mehreren Tunneln etwa 30 Milliarden Franken kosten. Sie soll den Schwerverkehr von der Strasse auf die Schiene verlagern.

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Aufteilung der 30 Mrd. Fr. Gesamtkosten Quelle: alp transit

Konkret rechnet das Bundesamt für Verkehr mit Endkosten von 18,7 Milliarden Franken für die Neue Eisenbahn-Alpentransversale. Bei der Bahn 2000 belaufen sich die Kosten laut Prognose auf 5,9 Milliarden Franken.

(sf/weis)

Kommentare aktiv...

M. Gasser, Freiburg
(markusgasser Mann)
Verfasst am: 10.4.2010 12:01

Genügt das als Erklärung ?

Vielen Dank für Ihre Antwort. Aber genügt das... mehr

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A. Cavegn, Sedrun
(bergkind )
Verfasst am: 10.4.2010 1:24

Was haben die Tavetscher eigentlich von diesem Mammutprojekt?

Ich habe mich soeben gefragt, wenn das... [1]  mehr

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M. Gasser, Freiburg
(markusgasser Mann)
Verfasst am: 9.4.2010 18:14

Stop: Nicht 5, sondern 7 Jahre

Mea culpa, bis zur Inbetriebnahme dauert es 7... [1]  mehr

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