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Dalai Lama ist dem Bundesrat nicht böse

Freitag, 9. April 2010, 18:42 Uhr

Der Dalai Lama ist nicht enttäuscht darüber, dass ihn der Bundesrat während seines derzeitigen Besuches nicht empfängt. Er sei aus anderen Gründen in die Schweiz gereist. Gleichzeitig zeigte er aber auch Verständnis für die Haltung der Regierung.

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Dalai Lama erklärt seine Gründe für Schweizbesuch (unkommentiert)

«Wieso sollte ich enttäuscht sein?» sagte das religiöse Oberhaupt der Tibeterinnen und Tibeter in Zürich. Er sei ja nicht hierher gekommen, um die Regierung zu treffen. Der Hauptzweck seines Besuches sei vielmehr die dreitägige Konferenz im Zürcher Kongresshaus zum Thema «Altruismus und Mitgefühl in Wirtschaftssystemen».

Das Verhältnis zur Schweizer Regierung ist tiptop

Ein anderer Grund für seinen Besuch seien die Feiern anlässlich der ersten Aufnahme tibetischer Flüchtlinge in der Schweiz vor fünfzig Jahren. «Es ist unsere Pflicht, dafür der Schweizer Regierung und der Bevölkerung zu danken», sagte der Dalai Lama.

Enttäuscht wäre er gewesen, wenn er spezifische Fragen mit dem Bundesrat hätte besprechen wollen und dieser ihm ein Treffen verweigert hätte. Dies sei aber ganz offensichtlich nicht der Fall. Vielmehr pflege man mit der Schweizer Regierung «sehr enge Kontakte».

Seitenhiebe gegen China

Dass es nicht zum Treffen mit dem Bundesrat gekommen sei, darüber dürfte sicherlich die chinesische Regierung erfreut sein, sagte der Dalai Lama mit einem Schmunzeln. Auswirkungen auf die Schweizer Sympathien gegenüber Tibet habe dieser Entscheid jedoch sicher nicht.

Dalai Lama über politische Konsequenzen (unkommentiert)

Anderseits zeigte der Dalai Lama Verständnis für die Rolle der Landesregierung. Diese habe die Aufgabe, für das Wohl des Landes zu sorgen. «Es ist deshalb verständlich, in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit, gute Beziehungen zu China zu pflegen», hielt er fest.

Erstes tibetisches Jugendparlament

Seit Freitagmorgen tagt zudem das erste tibetische Jugendparlament an der Universität Zürich. Bis Sonntag werden die rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 europäischen Ländern verschiedene Themen der Tibetbewegung diskutieren.

Das Parlament dient in erster Linie dazu, das «Netzwerk der tibetischen Jugend in Europa zu stärken», wie der Veranstalter, der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE), mitteilte.

Am Samstagmorgen wird sich auch der Dalai Lama während einer Stunde ans Jugendparlament wenden. Die Session endet am Sonntag mit der Übergabe der Resolution an den Premierminister der tibetischen Exilregierung, Samdhong Rinpoche, sowie an den Präsidenten des tibetischen Exilparlaments, Penpa Tsering.

(sda/kokb)

Kommentare aktiv...

M. Näf, Isorno
(snowlion Frau)
Verfasst am: 9.4.2010 22:40

Im religionsfeindlichen China

haben Minderheiten gegenüber den Han keine... mehr

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M. Michael, Zürich
(MeierFCZ Mann)
Verfasst am: 9.4.2010 21:11

Dem Lama ist auch niemand böse

Glaube. Bete. Gehe hin in Frieden, amen. Aber... mehr

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