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Chronik für den Bau der Eisenbahn-Alpentransversale NEAT

Freitag, 9. April 2010, 21:09 Uhr, Aktualisiert 21:09 Uhr

Die neue Eisenbahn-Alpentransversale NEAT ist eines von vier Grossprojekten, die der Bund realisiert. Prominente Kernstücke sind die beiden Basistunnel durch den Gotthard und den Lötschberg. Neue Nord-Süd-Verbindungen mit wesentlichen Angebots- und Kapazitätserweiterungen sollen eine Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf die Schiene bewirken. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Etappen von der Plannung zur Realisation.

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In den Sechzigerjahren evaluierte die Kommission Eisenbahntunnel durch die Alpen (KEA) verschiedene Basistunnel-Projekte und empfahl den Bau eines Gotthardbasistunnels.

1975

Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) reichte ein Bauprojekt ein. Durch Einwände der Ostschweizer Kantone verzögert die Beschlussfassung.

1983

Der Bundesrat erklärte das Ansinnen eines Tunnelbaus für nicht dringlich, unter anderem wegen einer gebremsten Verkehrsentwicklung.

1986

In neuen Evaluationsstudien wurden fünf Varianten untersucht, die je aus einer durchgehenden Flachbahn vom nördlichen Alpenrand bis zur südlichen Landesgrenze bestehen.

1989

Der Bundesrat beschloss die Realisierung einer so genannten Netzvariante. Sie sieht eine Kombination von Rumpfprojekten der Achsen Gotthard und Lötschberg vor.

1992

Am 2. Mai wurde das Transitabkommen mit der EU abgeschlossen und am 16. Dezember vom Parlament genehmigt.

Am 27. September nahm das Schweizer Stimmvolk den Bundesbeschluss über den Bau der schweizerischen Eisenbahn-Alpentransversale (Alpentransit-Beschluss) mit 64 % Ja-Stimmen an, nachdem das Referendum dagegen erhoben wurde.

1994

Am 20. Februar nahm das Schweizer Volk die Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr (Alpen-Initiative) in einer Volksabstimmung an.

1996

Wegen einer Kostendebatte beschloss der Bundesrat im April das beide Achsen in verkleinerter Form gleichzeitig realisiert werden sollen. Die meisten der bis dahin geplanten Zufahrtslinien wurden zurückgestellt. Nur die drei Basistunnel am Gotthard, Ceneri und Lötschberg sollten gebaut werden, der Lötschbergtunnel nur einspurig.

1998

Am 29. November bejahte das Schweizer Stimmvolk mehrheitlich die Vorlage über den Bau und die Finanzierung der Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs.

Sie enthielt Bestimmungen über die Finanzierung des verkleinerten NEAT-Projekts, der ersten und zweiten Etappe der Bahn 2000, des Anschlusses der Ost- und der Westschweiz an das europäische Hochgeschwindigkeitsverkehrsnetz sowie die Lärmsanierung des Schienennetzes.

2001

Am 1. Januar trat das Bundesgesetz zur Verlagerung von alpenquerendem Güterschwerverkehr auf die Schiene (Verlagerungsgesetz) in Kraft.

Ebenso trat die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) in Kraft, eine LKW-Maut auf allen Strassen der Schweiz.

2003

Die zuständigen Behörden des Bundes realisierte, dass das 1998 beschlossene Finanzierungskonzept von zu optimistischen Annahmen ausging.

Als Sofortmassnahme wurde eine weitere Redimensionierung der NEAT eingeleitet, der die Tunnelprojekte am Zimmerberg und am Hirzel zum Opfer fielen.

2007

Nach achtjähriger Bauzeit ist am 15. Juni der Lötschberg-Basistunnel eröffnet worden.

2009

Im September 2009 wurde die zweite Röhre zwischen Erstfeld und Amsteg durchschlagen.

2010

Ende März waren fast 95% der rund 151,8 km Schächte, Stollen und Tunnelröhren des Gotthard-Basistunnels ausgebrochen.

(sf/weis)

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