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Fall München: Prügelopfer kann auf Genesung hoffen

Dienstag, 6. April 2010, 15:36 Uhr

Der von Schweizer Schülern in München fast totgeprügelte Versicherungskaufmann kann inzwischen auf vollständige Genesung hoffen. Nach mehreren Operationen äusserten sich seine Ärzte vor dem Jugendgericht München «zuversichtlich, dass alles wiederhergestellt werden kann».

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Bild Titelblatt einer Zeitung. In grossen Lettern steht «Ihr Opfer ist fast blind».
Dem 46-jährigen Prügelopfer wurde laut den Ärzten der «untere Teil vom Kopfschädel abgerissen». keystone

Das ursprünglich für Mittwoch geplante Urteil gegen die drei wegen versuchten Mordes angeklagten 17-jährigen Schüler wurde wegen weiterer Zeugenvernehmungen verschoben. Der Termin sei noch völlig offen, sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel.

Den drei Schülern wird vorgeworfen, auf einer Abschlussfahrt ihrer Klasse am 30. Juni 2009 in München nacheinander fünf Männer brutal zusammengeschlagen und zweien von ihnen massiv gegen den Kopf getreten zu haben. In dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Prozess hätten sie bisher geschwiegen, sagte Nötzel.

«Er hatte Glück, dass er nicht blind ist, dass er überhaupt noch was hört und dass er noch am Leben ist.»
Margarete Nötzel, Gerichtssprecherin

Dem 46-jährigen Versicherungskaufmann aus Nordrhein-Westfalen hätten die Täter «den ganzen unteren Teil vom Kopfschädel abgerissen und nach rechts unten verschoben», zitierte die Sprecherin die Ärzte. «Er hatte Glück, dass er nicht blind ist, dass er überhaupt noch was hört und dass er noch am Leben ist», sagte Nötzel. Seine Verletzungen hätten auch zum Tode führen können.

Ermittlungen gegen zwei weitere Schüler eingestellt

In mehreren Eingriffen hätten die Chirurgen Kiefer und Gesicht mit Platten wieder hergerichtet. Weil er plötzlich schwerhörig war, entdeckten die Ärzte bei einer Operation im Januar, dass auch Gehörknöchelchen zertrümmert waren. Möglicherweise seien noch weitere Operationen notwendig.

Zwei zunächst als Mittäter verdächtigte Schüler will das Jugendgericht demnächst per Videokonferenz als Zeugen hören. Der Verdacht gegen sie sei ausgeräumt, und die Ermittlungen seien eingestellt worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Am Mittwoch will die Kammer psychiatrische Gutachter hören und die weiteren Termine bekanntgeben.

(ddp/bers)

Kommentare aktiv...

H. G., MN
(gustav_de Mann)
Verfasst am: 8.4.2010 12:01

Warum sollen sich Schweizer schämen?

Kriminelle gibts überall auf der Welt. Genauso... mehr

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E. Eremit, Schweiz
(Eremit Mann)
Verfasst am: 7.4.2010 21:57

Spass haben

Diese Aussage habe ich in unserer Gesellschaft... mehr

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R. Grob, Münchenbuchsee
(mexxco Mann)
Verfasst am: 7.4.2010 0:24

Wann beschäftigen wir uns endlich mit den Ursachen?

Obwohl ich völlig gegen Gewalt bin und auch... [2]  mehr

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