International
Aufregung um Video eines US-Angriffs auf Zivilisten im Irak
Es sind Bilder voller Grauen und Gewalt - und zugleich Belege eines folgenschweren Fehlurteils: Fast drei Jahre nach einem tödlichen Angriff eines US-Kampfhelikopters auf Zivilisten, darunter zwei Journalisten, sorgt ein im Internet aufgetauchtes Video der Attacke für Aufsehen. Ein irakischer Medienverband hat nun eine Untersuchung gefordert.
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Die Aufnahmen seien ein Beweis für ein Verbrechen, sagte Gewerkschaftschef Muijad al Lami. Das Video wurde am 12. Juli 2007 von einem Apache-Kampfhubschrauber der US-Streitkräfte aus aufgenommen. Es dokumentiert, wie die Besatzung des Helikopters mehr als zehn Menschen tötet, die sie für Aufständische hält.
Die Aufnahmen wurden von den US-Streitkräften geheim gehalten. Die Betreiber einer Website veröffentlichten das Material nun im Internet. Unter den Opfern sollen auch ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters und sein Fahrer sein.
Mit der Veröffentlichung wollen die Betreiber der Website nachweisen, dass die Soldaten die Kameras der Opfer fälschlicherweise für Sturmgewehre und Granatwerfer hielten. Ein hochrangiger US-Militärbeamter bestätigte die Echtheit des Materials.
US-Armee dementiert Vertuschung
Eine Untersuchung der Attacke habe ergeben, dass «den beteiligten US-Soldaten die Anwesenheit von Reportern nicht klar war und dass alle verfügbaren Hinweise darauf schliessen liessen, dass der Angriff Aufständischen galt und nicht Zivilisten», zitiert CNN eine Stellungnahme der US-Streitkräfte. Es habe seitens des Militärs niemals den Versuch einer Vertuschung gegeben.
Drastische Szenen
Zu sehen sind auf den Schwarz-Weiß-Bildern mehrere Männer, die zügig auf einer Straße in einem Vorort von Bagdad gehen. Zu hören sind die teils menschenverachtenden Diskussionen der US-Hubschrauberbesatzung, die die Gruppe beobachtet. Schnell kommen die Soldaten zu dem Schluss, dass es sich bei den länglichen Gegenständen in den Händen der Männer um Waffen handeln muss. Es handelt sich dabei um Kameraobjektive. Die Soldaten befürchten, angegriffen zu werden. Eine Provokation ist aber nicht zu erkennen. Kurz darauf eröffnen die Apache-Helikopter mit Maschinengewehren das Feuer. Die meisten Männer gehen sofort zu Boden, ein Flüchtender wird ebenfalls erschossen. Danach eröffnen sich noch einmal das Feuer, als weitere Zivilisten einen Schwerverletzten mit einem Van ins Spital fahren wollen.
(agenturen/koua)
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Wieviel kriminelle Energie braucht es...
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