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Kardinal bezeichnet bei Ostermesse Kritik als «Geschwätz»

Sonntag, 4. April 2010, 11:59 Uhr, Aktualisiert 21:21 Uhr

Der Vatikan ist überraschend vom üblichen Ablauf der Ostermesse abgewichen, um die Kritik im Missbrauchsskandal als belanglos zurückzuweisen. Zum Auftakt des Gottesdienstes ergriff der Vorsitzende des Kardinalskollegiums das Wort und erklärte, Benedikt XVI. könne sich des Rückhalts der Gemeinde sicher sein.

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Papst Benedikt XVI. spricht «Urbi et Orbi»

«Heiliger Vater, das Volk Gottes ist mit Dir und wird sich nicht von dem unbedeutenden Geschwätz dieser Tage beeinflussen lassen», sagte Angelo Sodano unter dem Jubel der Anhänger des Papstes, die trotz des regnerischen Wetters auf dem Petersplatz gekommen waren. Niemals zuvor war eine Ostermesse auf dem Petersplatz mit einer solchen Botschaft an den Papst eröffnet worden.

Bild Papst Benedikt XVI.
Der Dekan des Kardinalskollegiums zeigt sich solidarisch mit dem Papst. reuters

Benedikt selbst erinnerte in seiner kurzen Ansprache an das Osterfest als das «wahre Heil der Menschheit», das der Welt Hoffnung, Vergebung und Liebe gebracht habe. Die Kirche sei seit Wiedergeburt Jesus «erneuernde Kraft» gewesen, sagte der Papst weiter, bevor er seinen traditionellen Segen «Urbi et Orbi» spendete.

Zudem rief Benedikt XVI. zu Frieden und Eintracht in einer von Gewalt, Diskriminierung und Terror geprägten Welt auf. Die ganze Menschheit müsse die sich ausbreitende «Kultur des Todes» überwinden, um eine Zukunft der Liebe und Wahrheit aufzubauen, in der jedes menschliche Leben geachtet und aufgenommen werde, verlangte der Papst.

Zu den Missbrauchsvorwürfen äusserte er sich aber wie schon bei den vorangegangenen Osterfeierlichkeiten nicht.

Papst-Prediger entschuldigt sich

Derweil entschuldigte sich der Hausprediger des Papstes dafür, die Angriffe auf Benedikt XVI. und die Kirche wegen des Missbrauchsskandals mit dem Antisemitismus verglichen zu haben. Er habe weder die Gefühle der Juden noch die der Opfer des sexuellen Missbrauchs verletzen wollen, sagte Raniero Cantalamessa der Mailänder Zeitung «Corriere della Sera».

Entrüstet hatten Juden in mehreren Ländern protestiert, nachdem Cantalamessa in einer Karfreitagszeremonie in Rom aus dem Brief eines jüdischen Freundes zitiert hatte.

(reuters/sda/weis/meip)

Kommentare aktiv...

B. Scheidegger, Bern
(Sanderston Frau)
Verfasst am: 6.4.2010 11:37

Wenn diese beiden

sich in Dubai so umarmt hätten, wären sie nun... mehr

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O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 5.4.2010 16:10

Ohne seine gläubigen und

bezahlenden "Schäfchen" müsste dieser... mehr

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M. hurni, Bern
(damilo05 Frau)
Verfasst am: 5.4.2010 13:14

Also,

«Heiliger Vater, das Volk Gottes ist mit Dir und... [1]  mehr

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