International
Dutzende Tote bei Explosionen in Botschaftsnähe in Bagdad
Drei schwere Explosionen haben das Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad erschüttert. Mindestens 38 Menschen starben, über 200 weitere wurden verletzt. Die Selbstmordattentate ereigneten sich in der Nähe ausländischer Botschaften.
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Unter den Toten sei auch ein irakischer Mitarbeiter der deutschen Botschaft, teilte das deutsche Aussenministerium mit. Die beiden anderen Ziele waren die iranische und die ägyptische Vertretung, wo auch Mitarbeiter und Sicherheitskräfte einer benachbarten Bank getötet wurden.
Explosionen nahe der Grünen Zone
Einsatzwagen von Polizei und Rettungsorganisationen eilten zum Ort des Geschehens, US-Militärhelikopter waren in der Luft, berichteten Augenzeugen. Nach den Explosionen, die binnen weniger Minuten erfolgten, sei Gewehrfeuer zu hören gewesen.
Fernsehbilder zeigten Menschen nahe der besonders gesicherten Grünen Zone. Sie brachten im Laufschritt Verletzte in Sicherheit. Die Druckwellen an Gebäuden in der Innenstadt und ließen Fenster scheppern. Zwei graue Rauchsäulen stiegen auf.
Botschaften betroffen
Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass die Anschläge gezielt den Botschaften galten. Neben der deutschen und der iranischen Botschaft, sei auch die spanische Botschaft betroffen, berichteten spanische Medien. Auch ein Medienzentrum wurde stark beschädigt, zahlreiche Journalisten wurden verletzt.
Die Explosionen seien durch Selbstmordattentäter verursacht worden, hiess es aus Kreisen des Innenministeriums. Die Hintergründe sind noch unklar.
Angst vor erneutem Aufflammen
Nach den Parlamentswahlen im vergangenen Monat hatte sich die Lage in der irakischen Hauptstadt etwas beruhigt. Am Freitag wurden dann aber 25 Sunniten ermordet. Seitdem geht die Angst um, die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe zwischen den Religionsgruppen könnten wieder aufflammen.
(agenturen/kokb)
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