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Schlechtestes Ergebnis für Schwarz-Gelb seit 2006

Donnerstag, 1. April 2010, 12:54 Uhr

Die schwarz-gelbe Bundesregierung bekommt die Debatten um Aussenminister Guido Westerwelle und den Koalitionsknatsch in Umfragen deutlich zu spüren: Im ARD-Deutschlandtrend kommen Union und FDP auf ihren schlechtesten Wert seit Oktober 2006.

Bild Wetserwelle neigt seinen Kopf, Merkel verzieht ihr Gesicht.
Den Regierungsmitgliedern, im Bild Aussenminister Westerwelle und Bundeskanzlerin Merkel, fällt es schwer, ihre eigenen Anhänger von der Regierungsleistung zu überzeugen. reuters

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen Union und FDP zusammen nur noch auf 43 Prozent und lägen damit nur noch einen Punkt vor SPD und Grünen, die zusammen mit der Linken eine deutliche Regierungsmehrheit stellen könnten. Mit Westerwelles Arbeit sind laut ARD-Deutschland-Trend 73 Prozent der Wähler unzufrieden, aber auch Kanzlerin Angela Merkel verliert an Zustimmung.

Für die FDP würden sich nach diesen Zahlen momentan nur noch acht Prozent der Wähler entscheiden, zwei Punkte weniger als zwei Wochen zuvor. Die Union sinkt um einen Punkt auf 35 Prozent. Dagegen kann sich die SPD um drei Punkte auf 28 Prozent verbessern, die Grünen liegen unverändert bei 14 Prozent.

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Regierungszufriedenheit Deutschland April 2010 Wie zufrieden sind sie mit der Arbeit der Bundesregierung? (1500 Wahlberechtigte befragt) Quelle: ARD-Deutschland Trend / infratest dimap

Die Zustimmung zur Linken sank um einen Punkt auf 10 Prozent. Aussenminister Westerwelle bildet das Schlusslicht bei der Frage nach der Zufriedenheit mit der Arbeit von Politikern: Mit seiner Arbeit sind nur noch 23 Prozent der Befragten zufrieden, zwei Punkte weniger als bei der letzten Befragung.

Allerdings müssen auch die meisten anderen Politiker Einbussen hinnehmen, am stärksten trifft das Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der um 14 Punkte auf 55 Prozent Zufriedenheit abstürzt und nur noch auf Platz drei landet.

Auch Kanzlerin Angela Merkel muss sieben Punkte abgeben und kommt ebenfalls auf eine Zufriedenheit von 55 Prozent. Auf Platz eins liegt nun Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, mit der 56 Prozent der Wähler zufrieden sind - immerhin auch zwei Punkte weniger als zuvor. Mit 48 Prozent ist die Mehrheit der Wähler weniger zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. 28 Prozent sind gar nicht zufrieden, dieses Lager wuchs um vier Punkte.

Der Anteil der zufriedenen Wähler sank um drei Punkte auf 23 Prozent, sehr zufrieden ist überhaupt niemand. Auch die Arbeit der Kanzlerin wird schlechter bewertet: Nur noch 67 Prozent halten sie für eine gute Kanzlerin, sieben Punkte weniger als zuvor, 29 Prozent sagen dagegen, sie sei keine gute Kanzlerin.

Bei der von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) angestossenen Debatte um den Atomausstieg zeigt sich ein klares Bild: Die Zahl der Ausstiegsbefürworter stieg um drei Punkte auf 65 Prozent, die der Gegner sank um einen Punkt auf 33 Prozent.

Eine Mehrheit gegen den Ausstieg gibt es lediglich bei den FDP-Anhängern, die diesen zu 54 Prozent ablehnen. Aber schon bei den Unionsanhängern sind die Meinungen klar geteilt: Jeweils 49 Prozent sind für oder gegen den Ausstieg. Bei den anderen Parteien dominieren klar die Ausstiegsbefürworter.

Die FDP kann auch bei ihrem Kernthema Steuersenkungen nur wenig Wähler um sich scharen: Bei finanziellen Spielräumen im Bundeshaushalt im Jahr 2012 würden nur 12 Prozent diese nutzen wollen, um die Steuern zu senken. 23 Prozent würden damit wichtige staatliche Aufgaben erfüllen wollen, und die grosse Mehrheit von 63 Prozent würde das Geld zur Rückzahlung von Schulden verwenden.

Für den ARD-Deutschlandtrend befragte Infratest Dimap am 29. und 30. März 1500 Wahlberechtigte.

(sda/apn/stom)

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B. Sonny, Zürich
(gohome Mann)
Verfasst am: 1.4.2010 15:27

Schwarz-Gelb

kommt immer darauf an wenn man fragt, bei den... [1]  mehr

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