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«Urknall-Experiment» am CERN gelungen

Dienstag, 30. März 2010, 9:04 Uhr, Aktualisiert 31.03.2010, 12:14 Uhr

Den Physikern am Europäischen Kernforschungszentrum CERN ist das «Urknall-Experiment» gelungen. Erstmals sind im Teilchenbeschleuniger LHC Protonen aufeinander geprallt. Mit dem Experiment erhofft sich die Forschung tiefe Einblicke in die Entstehung des Universums. Laut den Forschern beginnt mit dem heutigen Tag eine neue Ära für die Physik.

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Die ersten Protonen-Kollisionen im LHC, Originalton engl.

Um genau 13.06 Uhr konnten die Physiker am CERN in Genf applaudieren. Zum allerersten Mal ist im LHC eine Kollision gelungen. Zwei Strahlen mit geladenen Atomkernen, so genannten Protonen, von je 3,5 Tera-Elektronenvolt Energie schossen in gegenläufiger Richtung durch den 27 Kilometer langen Teilchenbeschleuniger und kollidierten mit einer dreifach höheren Energie als je zuvor.

Die ersten Protonen-Kollisionen im LHC, Originalton engl.
«Wir sind sehr glücklich.»
Rolf-Dieter Heuer, CERN-Generaldirektor
Begeisterte Physiker am CERN, unkommentiert

Die Forscher wollen letztendlich herausfinden, wie vor über 13 Milliarden Jahren das Universum entstand.

Im Regen der Kollisionsbruchstücke werden die Forscher nach unbekannten Elementarteilchen suchen. Viele offene Fragen zur Struktur der Materie und auch zur Entstehung des Universums sollen so beantwortet werden können.

«Big Bang Machine» endlich startbereit

Ein erster Versuch am Morgen scheiterte. Das Sicherheitssystem des LHC wurde durch eine elektrische Störung aktiviert. Dadurch wurden die Teilchen automatisch aus dem Beschleunigerring gelenkt - und die Apparatur musste neu gestartet werden.

Das «Urknall-Experiment» hätte bereits 2008 stattfinden sollen. Doch kurz nach der Einweihung der Riesen-Anlage in Genf musste das Projekt zwischenzeitlich abgebrochen werden - Reparaturen an der «Big Bang Machine», wie das LHC von den Engländern genannt wird - waren nötig. Diese dauerten über ein Jahr.

«Zwei Nadeln über den Atlantik schiessen»

Eines der grossen Ziele der Urknall-Simulation ist es, das Higgs-Teilchen zu finden. Dieses bislang nur theoretisch existierende Teilchen sei «der Mechanismus, den wir suchen, der den Elementarteilchen Masse gibt», sagte CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer im Vorfeld. Es wäre das letzte Mosaiksteinchen im Standardmodell der Teilchenphysik.

«Wir gehen dorthin, wo noch nie jemand war.»
Oliver Buchmüller, Physiker am CERN
Bild Ein Forscher schaut am Kontrollzentrum Cern auf dem Bildschirm. (reuters)
Die erste Protonen-Kollision liess nicht lange auf sich warten. reuters

Laut den CERN-Verantwortlichen ist die Protonen-Kollision aber alles andere als eine einfache Aufgabe. Es sei mit dem Versuch zu vergleichen, zwei Nadeln über den Atlantik zu schiessen und zusammenprallen zu lassen.

Geht die Welt unter oder nicht?

Das «Urknall-Experiment» am Kernforschungszentrum CERN provoziert Urängste vor dem Weltuntergang. Anfang März musste sich sogar das deutsche Bundesverfassungsgericht damit beschäftigen. Eine Klägerin fand allerdings bei den Richtern kein Gehör. Die Frau konnte keine schlüssigen Beweise für das Katastrophen-Szenario vorbringen. Gehör fand allerdings der Chaos-Forscher und Kritiker des «Urknall-Experiments» Otto Rössler. Vor zwei Jahren wurde er vom damaligen Bundespräsidenten Pascal Couchepin höchst persönlich eingeladen. Couchepin wollte sich die Befürchtungen Rösslers unvoreingenommen anhören. CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer gab allerdings Entwarnung und erklärte, allenfalls könnten «mikroskopische schwarze Löcher» entstehen. Diese würden aber sofort wieder zerfallen. Das Universum führe jede Sekunde Milliarden solcher Experimente seit Milliarden von Jahren durch. «Und wir sind immer noch da.»

(agenturen/schubeca)

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T. Stalder, Gais
(Tarzan1 Mann)
Verfasst am: 5.4.2010 15:49

Gott per "Wissenschaft" für Tot erklären

Seit der Mensch nicht mehr an Gott glaubt, glaubt... mehr

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H. Bernoulli, Zürich
(hbernoulli Mann)
Verfasst am: 1.4.2010 4:17

Die Crash-Spiele der Physiker

kosten ein Trinkgeld im Vergleich zu den... mehr

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 31.3.2010 10:10

Wo

ist das schwarze Loch? Wer hat's geklaut?

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