Schweiz
«Islamische Schulen könnten der Kontrolle dienen»
Der Aufenthalt des deutschen Islam-Predigers Pierre Vogel in Disentis (GR) hat am Wochenende für Aufsehen gesorgt. Seine Ansprache an einem Seminar des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS) war laut Islam-Experten nicht radikal. Der «Club» hat sich unter dem Titel «Islamische Fundamentalisten: Wie gefährlich sind sie?» mit dem Thema befasst.
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Das «Islamische Bildungsseminar» in Disentis (GR) vom Wochenende stiess auf reges Interesse – insbesondere auch bei Journalisten. Zweimal wurde dem deutschen Islam-Prediger Pierre Vogel die Einreise in die Schweiz verweigert – beim dritten Anlauf hat es geklappt, der Prediger wurde für seine Ansprache an dem Seminar ins Land gelassen.
Wussten nicht, wer kommt
Bewilligt hat das Seminar der Gemeindepräsident von Disentis, Dumeni Columberg. «Der Fall ist für uns einfach: Wir haben ein Jugend- und Sportzentrum, das oft für Bildungsseminare verwendet wird – unter anderem auch von islamischen Gruppen. Diese haben sich immer korrekt aufgeführt. Somit haben wir auch dieses ohne Bedenken genehmigt», erklärt Columberg im «Club».
Es sei eine private Veranstaltung gewesen und man habe nicht gewusst, welche Referenten geladen waren. Wichtig sei, dass bei Veranstaltungen die Menschenrechte, und insbesondere auch die Frauenrechte, eingehalten würden. Wer aber in die Schweiz einreisen dürfe und wer nicht, das liege nicht in der Kompetenz einer Gemeinde.
Wirft ein schlechtes Licht auf den Tourismus
Man habe mit dem Auftritt von Pierre Vogel auch gar nicht provozieren wollen, sagt der Pressesprecher des IZRS, Quaasim Illi. «Wir wollen Vogel eine Bühne bieten, um mit Vorurteilen, er sei ein Hassprediger, aufzuräumen.»
Der Präsident von Graubünden Ferien, Andreas Wieland, hatte vor dem Auftritt Vogels in einem Leserbrief an eine regionale Zeitung interveniert. Er habe sich über den Islam-Prediger informiert, Videos angeschaut und er gebe zu, er habe Respekt vor Personen wie ihm: «Wir müssen uns auch überlegen, was für ein Bild wir abgeben, wenn wir Leuten wie Pierre Vogel eine Plattform bieten. Ein solches Bild will ich als Touristiker nicht abgeben.»
Radikal-Islamische Grundgedanken
Auch Themen wie islamische Schulen in der Schweiz oder die Gewalt an Frauen wurden im «Club» ausführlich diskutiert. Islamische Schulen seien nötig, um Schülern auch Koranunterricht oder die arabische Sprache zu vermitteln. Man könne an offiziellen Schulen den Lehrstoff besser kontrollieren, sagte Quaasim Illi.
Ideen, von denen sich die Redner im «Club» distanzieren wollen. Man wolle auch keine getrennten Gesellschaften verursachen. Man wolle den Muslimen in der Schweiz einfach eine Plattform bieten, durch die sie ihren Glauben frei leben könnten.
(sf/gern)
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R. Obi, Zürich
Verfasst am: 1.4.2010 9:41
Frauen im Islam
Es gibt keinen Grund, Frauen als minderwertig zu... mehr
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M. Gasser, Freiburg
)
(markusgasser
Verfasst am: 1.4.2010 7:07
Koran in der Schule: Nein !
Die staatlichen Schulen sollen im weitesten Sinne... mehr
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M. Karasu, Zürich
)
(Murat.Karasu
Verfasst am: 31.3.2010 20:48
Wir brauchen keine islamische Schulen
Ich war sogar in der biblischen Geschichte in der... mehr
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