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Einheitliche Kriterien: Windräder sollen überall «gleich drehen»

Donnerstag, 25. März 2010, 14:03 Uhr, Aktualisiert 20:37 Uhr

Windenergie boomt in der Schweiz. Zurzeit sind über 100 Anlagen in Planung. Aus Gründen des Landschafts- und Naturschutzes sind sie nicht unumstritten. Der Bund will nun mit Empfehlungen dafür sorgen, dass bei der Standortwahl überall die gleichen Kriterien angewendet werden.

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Windräder boomen

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Die von den Bundesämtern für Energie (BFE), Raumentwicklung (ARE) und Umwelt (BAFU) vorgestellten Empfehlungen richten sich an Kantone und Gemeinden, die hierzulande die Bewilligungen für den Bau von Windenergieanlagen erteilen.

Die Leitlinien enthalten aber auch Hinweise für Investoren und Planer, die in den letzten Jahren die Standort-Evaluation vorangetrieben haben.

Vor allem Ausschlusskriterien

Die Empfehlungen betreffen alle Planungsebenen, von der kantonalen Richtplanung über die Nutzungsplanung und die Vorprojekte bis zur konkreten Bauprojektierung. Je konkreter ein Projekt wird, desto detaillierter müssen die Kriterien geprüft werden.

Konkret enthalten die Empfehlungen vor allem Ausschlusskriterien. So dürfen Windräder in Hoch- und Flachmooren ohne Interessenabwägung abgelehnt werden, die in Bundesinventaren gelistet sind. Gleiches gilt für inventarisierte Moorlandschaften und die Kernzonen von National- und Naturerlebnispärken.

Interessenabwägungen möglich

In der Regel ausgeschlossen sind Windenergie-Anlagen unter anderem auch in Auen-, Amphibienlaich- und Jagdbanngebieten, in der Nähe von inventarisierten historischen Verkehrswegen und schützenswerten Ortsbildern oder bei Wasser- und Zugvogelreservaten.

Bild Windanlage im Wallis
Als geeignet gelten Standorte, die über genügend Windpotenzial verfügen. keystone

Nur bei überwiegendem Interesse bewilligt werden sollen Windräder in der Nähe von regionalen geographischen Wahrzeichen sowie in kantonalen, regionalen und lokalen Schutzgebieten. Dies gilt auch für Vogel- und Fledermaus-Korridore, Zonen mit störungssensiblen Arten, regionale Naturpärke sowie bei archäologischen Fundstellen.

Überwiegt das Interesse, ein Windenergie-Anlage in einer solchen Zone zu bauen, können in den Bauprojekten spezielle Schutzmassnahmen verlangt werden.

Als geeignet gelten Standorte, wenn sie die erwähnten Kriterien nicht tangieren, über genügend Windpotenzial verfügen, genügend erschlossen sind und die Einspeisung der Energie in ein vorhandenes Netz möglich ist. Windtechnisch günstige Standorte gibt es in der Schweiz vorab im Jura, in den Alpen und in den Voralpen.

Erneuerbare Energien fördern

Gemäss Energiegesetz muss die Schweiz bis 2030 die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um mindestens 5,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) erhöhen. 600 Millionen kWh sollen mit Windenergie gewonnen werden. Zurzeit werden aber jährlich nur 27 Millionen kWh produziert.

Mit den 100 Anlagen, die sich in Planung befinden, könnten jährlich 400 Millionen kWh erzeugt werden. Treiber der Entwicklung ist die kostendeckende Einspeisevergütung, mit der die Produktion erneuerbarer Energien gefördert wird.

(sda/weis)

Kommentare aktiv...

D. Schutz, Bellinzona
(Datenschutzistbuergerrecht Mann)
Verfasst am: 25.3.2010 20:22

Die Schweiz ist kein klassischer Industriestandort

und daher werden sich die Urlauber an dem Anblick... mehr

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H. Bernoulli, Zürich
(hbernoulli Mann)
Verfasst am: 25.3.2010 18:18

Jeder Einwand

aus Landschafts- und Naturschutzes ist... mehr

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J. Schweizer, Basel
(JoeCH Mann)
Verfasst am: 25.3.2010 14:23

Ist das Möglich???

Wenn ich mir so die Liste der Einschränkungen... mehr

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