Wirtschaft
Deutschland geht Managern an den Kragen
Das deutsche Justizministerium will als Konsequenz aus der Banken- und Wirtschaftskrise die Managerhaftung bei Fehlverhalten verschärfen. «Manager, die ihre Pflicht verletzt und Schäden verursacht haben, müssen dafür gerade stehen», sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Max Stadler (FDP), der «Berliner Zeitung».
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Dabei wurde der liberale Politiker auch sehr konkret: «Deshalb schlägt das Ministerium vor, die Verjährungsfristen für die zivilrechtliche Haftung von fünf auf zehn Jahre auszuweiten.»
Firmen hätten bei einer Änderung bessere Chancen, ihre Schadenersatzansprüche gegenüber Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern geltend zu machen, erklärte er. Dies sei notwendig, weil komplizierte Prüfungen viel Zeit in Anspruch nähmen.
Aktuelle Finanzkrise von Fristenänderung erfasst
Stadler geht davon aus, dass die Änderungen im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten.
Die Vorfälle, die sich während der Finanzkrise ereignet hätten, würden mit der Fristenänderung erfasst, da bei ihnen die geltende Fünf-Jahres-Frist noch nicht abgelaufen sei, sagte er: «Das erleichtert den Firmen die juristische Aufarbeitung.»
(apn/halp)
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