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Papst Benedikt XVI.: «Schande und Reue»

Samstag, 20. März 2010, 12:17 Uhr, Aktualisiert 20:51 Uhr

Papst Benedikt XVI. hat sich in seinem Hirtenbrief an die Katholiken in Irland bei den Opfern sexueller Gewalt entschuldigt. Gleichzeitig kündigte er eine formelle Untersuchung des Vatikans der Missbrauchsfälle an. Er forderte zudem, die Verantwortlichen müssten bestraft werden.

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Päpstlicher Hirtenbrief zu Missbrauchs-Skandalen

Papst Benedikt XVI. tadelte die irischen Bischöfe wegen «schwerer Fehleinschätzungen» im Umgang mit den jahrzehntelangen Übergriffen. Die irischen Bischöfe hätten in ihrer Führungsaufgabe versagt, den Kindesmissbrauch zu thematisieren.

«Sie haben schwer gelitten und das tut mir aufrichtig leid.»
Papst Benedikt XVI.

Die irische Kirche müsse entschlossen mit Ehrlichkeit und Offenheit ihren guten Ruf zurückgewinnen. Zudem ermahnte der Papst die Täter, ihre Schuld zu bekennen und sich der Justiz zu stellen.

Im Hirtenbrief an die irischen Katholiken drückte er «im Namen der Kirche offen die Schande und die Reue aus, die wir alle fühlen».

An die Opfer gewandt erklärte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche: «Sie haben schwer gelitten und das tut mir aufrichtig leid. Es wird schmerzhafte Hilfsmittel brauchen, um die Wunden zu heilen.»

«Der Hirtenbrief enthält klare Weisungen für die gesamte Kirche.»
Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Papst Benedikt XVI. zeigte sich bereit, die Opfer zu treffen, um ihnen zu zeigen, dass er sich persönlich ihrer Leiden annehme. Zu einer Mitverantwortung des Vatikans sowie zu Missbrauchsfällen in anderen Ländern, wie beispielsweise in Deutschland und Österreich, äusserte er sich nicht.

Irische Kirche reagiert

Nach Ansicht des Oberhaupts der irischen katholischen Kirche, Kardinal Sean Brady, ist der Hirtenbrief des Papst zu den Missbräuchen ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Erneuerung der Kirche.

Anders sehen es die irischen Opfer. Sie zeigten sich tief enttäuscht über den päpstlichen Hirtenbrief. Der Brief an die Katholiken in Irland sei weit davon entfernt, die Sorgen der Opfer sexueller Gewalt anzusprechen, erklärte das Bündnis One in Four.

Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, enthält der Hirtenbrief «klare Weisungen für die gesamte Kirche». «Was er ihnen sagt, hat Geltung für die ganze Kirche und ist eindeutig eine Botschaft auch an uns in Deutschland», sagte Zollitsch laut einer Mitteilung.

Eine beringte Hand hält den Hirtenbrief. (reuters)

Der Hirtenbrief

Der päpstliche Hirtenbrief an die Katholiken Irlands redet von «schwerer Sünde» und fordert «ernste Reue».

Lesen Sie Wortauszüge aus dem Hirtenbrief in unserem Mehrwertartikel.

(agenturen/muei)

Kommentare aktiv...

L. Marvin, Berlin
(Waronislamists Mann)
Verfasst am: 22.3.2010 10:07

Ich bin für eine Website auf der alle auffälligen/tatgehabten Priester

jeglicher Konfessionaufgeführt werden. In allen... mehr

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S. Abol, Salzburg
(sable1 Mann)
Verfasst am: 21.3.2010 23:15

Hirtenbrief

Es ist schön, dass der Papst sich äussert ...... mehr

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B. seiler, pop
(brunomax Mann)
Verfasst am: 21.3.2010 3:28

gott der allmaechtige

wird sie zwingen, ihre machtstrukturen zu... [1]  mehr

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