Schweiz
Sexuelle Übergriffe auch im Kloster Einsiedeln
In der Stiftsschule Einsiedeln ist es seit den 70er-Jahren immer wieder zu sexuellen Übergriffen an Schülern gekommen. Nach Darstellung von Abt Martin Werlen hat es in dem Kloster drei Fälle von Missbrauch gegeben, wie er gegenüber «10vor10» bestätigte. Dabei habe es sich um Übergriffe im Rahmen seelsorgerischer Tätigkeit gehandelt.
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Das Bistum Chur untersucht seinerseits aktuell rund zehn Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch.
Laut Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln sind es Einzelfälle, die sexuelle Übergriffe begangen haben. «Wir sind eine sehr grosse Gemeinschaft von 77 Mitbrüdern», sagte er gegenüber «Schweiz aktuell».
Konkret wisse er von drei Brüdern, welche sexuelle Übergriffe verübt hätten. Sie würden weiterhin beschäftigt, denn man wolle ihnen eine zweite Chance geben.
In «10vor10» präzisierte Abt Martin Werlen, dass es seit seinem Amtsantritt im Dezember 2001 es drei Fälle gegeben hat. Die Klosterbrüder hätten bei der Seelsorge die professionelle Grenze überschritten und Abhängigkeiten von Frauen ausgenutzt. Dabei sei es zum Austausch von Zärtlichkeiten mit Frauen gekommen. Die Klosterbrüder hätten eine Therapie gemacht und den Arbeitsbereich gewechselt, sagte Werlen.
Keine Anzeige
Auf eine Anzeige habe man aus Gründen des Opferschutzes verzichtet. «Die Opfer oder ihrer Vertreter wollten dies ausdrücklich nicht», so Werlen weiter. Weitere Details zu den Fällen innerhalb der letzten neun Jahre wollte Werlen keine bekannt geben.
Der Abt bestätigte zudem Recherchen von «Schweiz aktuell», wonach es schon in den 70er-Jahren zu sexuellen Übergriffen gekommen ist. In einem Fall wurde damals ein Pater versetzt, nachdem er einem Klosterschüler während einer Busfahrt zwischen die Beine gegriffen haben soll.
Verdachtsfälle im Bistum Chur
Im Bistum Chur werden derzeit rund zehn Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch untersucht. Das sagte Bischofsvikar Christoph Casetti. Hinweise habe das Bistum von Opfern, Opferangehörigen und von Drittpersonen bekommen.
Keiner der Verdachtsfälle betrifft laut Casetti den Pfarrer von Schübelbach (SZ), dessen Missbrauchsgeschichte diese Woche ans Tageslicht kam. Zwei der Fälle sind aber erst nach dem Bekanntwerden seiner Übergriffe gemeldet worden, die anderen schon vorher. Zum Teil liegen die Vorkommnisse schon Jahrzehnte zurück.
Überblick über die letzten 50 Jahre verschaffen
In einem Fall sei der Täter bereits verstorben. Das Bistum bitte allfällige weitere Opfer, sich bei den sechs Ansprechpersonen des diözesanen Fachgremiums «Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge» zu melden. Bei den Ansprechpersonen handle es sich um Psychologen, Theologen und Juristen. «Wir wollen jetzt primär den Opfern helfen», betonte der Bischofsvikar.
Gleichzeitig sei man aber daran, sich einen Überblick über die letzten 50 Jahre zu verschaffen. In seiner Funktion als Bischofsvikar, die er seit 1982 ausübe, habe er von rund einem halben Dutzend Fälle Kenntnis bekommen, so Casetti.
(sda/godc/widb/hesa)
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T. mueller, zürich
)
(chp00112
Verfasst am: 20.3.2010 14:58
zölibat geschädigt
wenn werlen seinen zölibatgeschädigten... mehr
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G. rud.v.rohr, adliswil
)
(shahan
Verfasst am: 20.3.2010 13:12
Soeben im Radio gehört...
Dass sogar der heutige Papst, als er noch Bischof... [1] mehr
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R. Aeschlimann
)
(aeschlimann1
Verfasst am: 20.3.2010 13:10
Die Katholiken glauben an die Hölle
Hoffen wir das es sie gibt,für die pädophilen... mehr
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