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International

Papstbrief zu Missbrauch mit Spannung erwartet

Freitag, 19. März 2010, 16:17 Uhr

Innerhalb und ausserhalb der katholischen Kirche wird mit Spannung die erste offizielle Stellungnahme von Papst Benedikt XVI. zu der Vielzahl an Missbrauchsfällen erwartet. Am Samstag wird der Vatikan einen Hirtenbrief des Kirchenoberhaupts dazu an die irischen Katholiken veröffentlichen.

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Papst Benedikt XVI. hat den Hirtenbrief zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche bereits unterzeichnet. Ob er darin ausschliesslich auf die Fälle in Irland oder auch in anderen Ländern eingeht, bleibt weiter unklar.

Der Papst hatte die irischen Bischöfe im vergangenen Monat zu einem Gipfeltreffen in den Vatikan geladen, um über die Vorfälle zu sprechen.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hofft nach eigenen Worten, dass der Brief zum Prozess der «Busse, Heilung und Erneuerung» beiträgt. In Rom hiess es, der Papst wolle klare Wege aufzeigen, wie Pädophilie in der Kirche ausgemerzt werden soll.

Deutschland: «Stark schrumpfendes Deliktsfeld»

In Deutschland wies derweil der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in der Debatte über Missbrauch an Kindern auf sinkende Fallzahlen in Deutschland hin. «Die polizeilich registrierten Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern sind seit 1997 um knapp 30 Prozent zurückgegangen», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

«Die grössere Anzeigebereitschaft der Opfer sowie eine gestiegene Aufklärungsquote der Polizei haben präventive Wirkung.»
Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen

Der tatsächliche Rückgang dürfte nach seiner Einschätzung weit höher liegen, weil die Anzeigebereitschaft der Opfer von Sexualstraftaten deutlich zunahm. «Wenn die polizeibekannten Fälle dennoch gleichzeitig stetig sinken, spricht das für ein insgesamt stark schrumpfendes Deliktsfeld», sagte der Kriminologe.

Er führt den Trend in erster Linie darauf zurück, dass «Täter heute mehr als früher befürchten müssen, erwischt zu werden». Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Übergriffe ans Licht kämen, wirke abschreckend, sagte er weiter. «Die grössere Anzeigebereitschaft der Opfer sowie eine auf mehr als 80 Prozent gestiegene Aufklärungsquote der Polizei haben entscheidende präventive Wirkung.»

(ddp/weis)

Kommentare aktiv...

P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 20.3.2010 8:46

Papstbrief - was wid kommen?

Nur heiße Luft!

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U. Roesli, Zuerich
(Traumtaenzer Mann)
Verfasst am: 19.3.2010 21:06

Was soll...

...mit Spannung erwartet werden? Die katholische... mehr

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G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 19.3.2010 18:22

Wenn auch registriert wird,

dass das Deliktfeld schrumpft, weil Opfer... mehr

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