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International

Obamas Gesundheitsreform im Endspurt

Freitag, 19. März 2010, 3:17 Uhr, Aktualisiert 22:28 Uhr

Nach einjährigem erbittertem Tauziehen um die US-Gesundheitsreform haben die Demokraten den Endspurt eingeläutet: Abgeordnete der Partei von Präsident Barack Obama setzten den Gesetzentwurf für die Öffentlichkeit ins Internet. Den Regeln zufolge darf das Parlament 72 Stunden später darüber abstimmen. Und eine führende Demokratin will noch einen Trick-Ass aus dem Ärmel ziehen.

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US-Gesundheitsreform

Weil er das Paket an diesem Sonntag in der Kongresskammer durchbringen will, hatte Obama zuvor bereits zum zweiten Mal seine geplante Reise nach Asien und Australien auf Juni verschoben.

US-Gesundheitssystem am Boden (12.10.09)

216 Stimmen vonnöten

Die Demokraten benötigen 216 Stimmen. Am Donnerstag war noch unklar, ob sie diese Zahl erreichen werden. Die Gesundheitsreform ist Obamas wichtigstes innenpolitisches Vorhaben. Das Tauziehen zwischen Demokraten und Republikanern, aber auch innerhalb der Obama-Partei dauert nun schon fast ein Jahr.

Der Präsident will bis zum Votum sein ganzes Gewicht in die Waagschale werfen, um die Reform unter Dach und Fach zu bringen. Die demokratische Führung wollte zunächst abwarten, wie die Budget-Behörde die Auswirkungen des 940 Milliarden Dollar schweren Pakets auf das Haushaltsdefizit einschätzt. Sie beharrt darauf, dass die Reformmassnahmen langfristig zu einem massiven Schuldenabbau beitragen werden.

Kinder als Pflegehelfer (23.07.09)

Kosteneinsparungen bestätigt

Die Kosten der Reform gehören zu den Haupt-Gegenargumenten der Republikaner, die den Gesetzentwurf geschlossen ablehnen wollen. Tatsächlich wurden die Demokraten aber durch die schliesslich am Donnerstag veröffentlichte Schätzung der Behörde bestärkt: Demnach wird erwartet, dass die Reform in den ersten zehn Jahren Einsparungen in Höhe von 138 Milliarden Dollar bringt, im zweiten Jahrzehnt sollen es sogar 1,2 Billionen Dollar sein.

Grundlage der Abstimmung im Abgeordnetenhaus ist eine bereits vom Senat verabschiedete Vorlage. Diese soll aber in einigen Punkten geändert werden, um zögernde Demokraten zur Billigung zu bewegen.

Republikaner: «Machtmissbrauch»

Die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, erwägt dabei einen Verfahrenstrick: Möglicherweise wird nur über die Änderungen abgestimmt, nicht aber über die Original-Senatsvorlage. Damit würde es Gegnern in den eigenen Reihen ermöglicht, eine geänderte Version mitzutragen, ohne zuvor die Senatsversion unterstützen zu müssen. Die Republikaner kritisieren dies als «Machtmissbrauch».

(sda/halp)

Kommentare aktiv...

A. Guant, Sunybeach
(Guant Mann)
Verfasst am: 19.3.2010 16:49

Was sind schon 2706 Seiten

immerhin geht es um Millionen von Menschen mit... [1]  mehr

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W. Wieser, St. Augustine
(WalterFlorida Mann)
Verfasst am: 19.3.2010 15:06

Praezisierung / facts:

96% der US Buerger wuerden einer Revision des... mehr

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