Schweiz
29-Jähriger stirbt bei Ausschaffung - vor den Augen des BFM-Direktors
Ein Ausschaffungshäftling ist am Mittwochabend am Flughafen Zürich kurz vor dem Start eines Sonderfluges ins nigerianische Lagos verstorben. Just an diesem Abend wollte sich der Direktor des Bundesamtes für Migration (BFM), Alard Du Bois-Reymond, ein Bild davon machen, wie Zwangsausschaffungen ausgeführt werden. Warum der 29-jährige Nigerianer starb, kann auch er sich nicht erklären, wie «10vor10» berichtet.
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Die genauen Umstände seines Todes werden durch die Staatsanwaltschaft untersucht. Für die Abklärung der Todesursache wurde das Institut für Rechtsmedizin beigezogen, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.
Das Bundesamt für Migration (BFM) bedauert den Vorfall, wie es in einer Mitteilung schreibt. Es hat die Durchführung von Sonderflügen bis auf Weiteres gestoppt.
Mit Gewalt gefesselt
Der 29-jährige Nigerianer, auf dessen Asylgesuch das Bundesamt für Migration nicht eingetreten war, hatte nach bisherigen Erkenntnissen seit einigen Tagen die Nahrungsaufnahme verweigert und versuchte, sich der Ausschaffung zu widersetzen.
Laut Mitteilung wurde er mit Gewalt gefesselt. Kurze Zeit später zeigte er plötzlich gesundheitliche Probleme. Deshalb wurden die Fesseln gelöst. Das Begleiterteam und die sofort beigezogene Sanität leiteten Reanimationsmassnahmen ein. Trotzdem verstarb der Mann wenig später auf dem Flughafengelände.
«Sofort Ambulanz gerufen»
Die Polizei habe sehr professionell gehandelt, sagte BFM-Direktor Alard Du Bois-Reymond gegenüber «10vor10» zum tödlichen Vorfall. «Man stellte fest, dass diese Person in einen schlechten Zustand gerät und sofort wurde die Ambulanz gerufen. Leider aber starb die Person», so Du Bois-Reymond weiter.
Harsche Kritik von Amnesty International Schweiz
Amnesty International Schweiz zeigte sich bestürzt über den Tod des Nigerianers. Der Zürcher Regierungsrat wurde aufgefordert, «umgehend eine unabhängige und unparteiliche Untersuchungsinstanz einzusetzen». Zudem dürften keine Zwangsausschaffungen mehr durchgeführt werden, solange diese nicht von unabhängigen Beobachtungspersonen begleitet werden. Mit dem heute bekannt gewordenen Todesfall sind es seit 1999 drei Personen, die während der Ausschaffung gestorben sind. Dabei sei bekannt, dass das Zusammenwirken gewisser Zwangsmassnahmen und anderer Faktoren wie gesundheitliche Probleme zum Tod führen könnten, hiess es.
Der Nigerianer, der polizeilich wegen Drogenhandels bekannt war, sollte am Mittwochabend zusammen mit weiteren 15 Ausschaffungshäftlingen mit einem Sonderflug nach Nigeria ausgeschafft werden. Nachdem wegen des Todesfalls auf den Sonderflug verzichtet wurde, wurden die anderen Ausschaffungshäftlinge in die einzelnen Kantone zurückgeführt.
Mit Sonderflügen werden Personen zurückgeführt, die sich früheren Rückführungen widersetzt haben. Zur Gewährleistung der Sicherheit werden sie auf diesen Sonderflügen gefesselt.
(sda/bers/godc)
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A. Nwoye, Neuenhof
)
(Martina_Luther_Queen
Verfasst am: 22.3.2010 1:55
Ein Mensch ist gestorben...
... und tatsächlich nehmen sich Menschen hier... mehr
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C. W., bern
)
(elisa0307
Verfasst am: 22.3.2010 1:11
Wass kein Drogenhändler !!
Fast ausnahmslos alle ( Böueliverkäufer )... mehr
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L. Amglod, Bern
)
(T.M
Verfasst am: 19.3.2010 23:56
todesstrafe
die svp solte mal ne volks initiative zur... mehr
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