Kultur
Was den Pilatus mit Pontius Pilatus verbindet
«Pilatus - Rastlose Seele» heisst die neue Sonderausstellung des Historischen Museums Luzern. Ausgehend von der Person des Pontius Pilatus kreist sie thematisch um den Berg, die Bergbahn, den Tourismus und die Natur.
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An der Person des römischen Statthalters in Judäa scheiden sich die Geister. Einerseits hat er Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt und einen Unschuldigen geopfert - so sieht es das westliche Christentum. Für die äthiopische Kirche dagegen ist er ein Heiliger, der genau das tat, was Gott von ihm erwartete.
Als Pontius im «Pilatussee» starb
Die Luzerner Ausstellung geht unter anderem der Frage nach, wer dieser Mann war. Und wie er zum Namensgeber des Berges bei Luzern wurde. Im versteckten Pilatussee, so die Legende, wurde der römische Statthalter versenkt. Von ihm ging Unheil aus. Während Jahrhunderten verbot die Obrigkeit, auf den Berg zu steigen.
Der Glaube an die Technik und der Tourismus verdrängten schliesslich den Glauben an das von Pontius Pilatus ausgehende Unheil. 1889 nahm die Pilatusbahn von Alpnachstad auf den Pilatus den Betrieb auf, die steilste Zahnradbahn der Welt.
Rockkonzerte auf dem «Pilatus»-Gipfel
Der Pilatus wurde zur touristischen Destination - in jüngster Zeit erweitert mit Events wie beispielsweise Rock-Konzerten. Rund 1,9 Millionen Tickets verkauften die heutigen drei Bergbahnen am Pilatus in den vergangenen Jahren.
Die Ausstellung im Historischen Museum Luzern wird wiederum ergänzt von Theatertouren: «Pilatus stürmisch, null Grad», nach einem Text von Heinz Horat und Roger Pfyl. Dazu kommt ein Rahmenprogramm, unter anderem mit geführten, thematischen Exkursionen zum Pilatus sowie ein Konzert mit Albin Bruns «Pilatus-Suite».
Die Sonderausstellung «Pilatus - Rastlose Seele» im Historischen Museum Luzern dauert noch bis am 12. September.
(sda/widb)
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