International
Missbrauchsskandal: Merkel fordert «Klarheit und Wahrheit»
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit der Forderung nach einer gründlichen Aufklärung in die Debatte über sexuellen Missbrauch eingeschaltet. Notwendig seien «Klarheit und Wahrheit über alles, was passiert ist», sagte Merkel. Es war ihre erste öffentliche Äusserung zu dem Thema.
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Merkel sagte, der Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sei ein «verabscheuungswürdiges Verbrechen». Sie äusserte sich während der Generaldebatte des Bundestages erstmals öffentlich zu den Vorgängen. Mit Blick auf massive Vorwürfe gegen Verantwortliche der katholischen Kirche sagte die Kanzlerin, die Diskussion sollte nicht auf eine Gruppe verengt werden.
Unterdessen traf der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch in Berlin Vertreter mehrerer Bundestagsfraktionen, um über die Missbrauchsfälle zu sprechen. Er sicherte dabei zu, dass die katholische Kirche alles tun werde, «um eine lückenlose Aufklärung und vollständige Transparenz zu garantieren». Dagegen schweigt Papst Benedikt XVI. weiter zu den Vorfällen in seinem Heimatland.
Merkel fordert moralische Wiedergutmachung
Kritik am Umgang Merkels mit der katholischen Kirche kam von den Grünen: «Es sind die Kinder, die den besonderen Schutz der Gesellschaft brauchen, und nicht der Papst», sagte Fraktionschefin Renate Künast. Sie forderte die Kanzlerin auf, einen Fonds zur Entschädigung der Opfer einzurichten und dafür Sorge zu tragen, dass auch verjährte Fälle öffentlich gemacht würden.
Merkel entgegnete, man müsse über Verjährung und könne über Entschädigung sprechen. Sie räumte aber ein: «Völlige Wiedergutmachung wird und kann es nicht geben.» Merkel sieht die Aufgabe der gesamten Gesellschaft darin, «dass Menschen, die so etwas erfahren haben, sich in dieser Gesellschaft wieder anerkannt, aufgehoben fühlen und wenigstens ein Stück Wiedergutmachung bekommen».
Einigung auf Runden Tisch zu Missbrauch
Die Kanzlerin sagte, sie sei froh, dass sich ihre Ministerinnen für Justiz, Bildung und Familie auf einen Runden Tisch zum Thema Missbrauch geeinigt hätten. Zuvor waren zwei getrennte Plattformen zur Debatte gestanden. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung», ein breit aufgestelltes Gremium könne «vielleicht bereits am 23. April» starten.
(apn/hues)
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B. Scheidegger, Bern
)
(Sanderston
Verfasst am: 18.3.2010 11:51
Untersuchungen zeigen ein anderes Bild
Sex. Kindesmissbrauch wird zwar zu 90% von... mehr
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C. Nadler, Uzwil
)
(Batia
Verfasst am: 18.3.2010 9:41
Vergesst bitte die Anderen nicht!
Natürlich steht die kath. Kirche an prominenter... mehr
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B. seiler, pop
)
(brunomax
Verfasst am: 18.3.2010 0:37
lese iich richtig ??
keine zeile der verurteilung vor gerichten ??... mehr
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