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«Der Hirtenbrief ist Zeichen meiner tiefen Besorgnis»

Mittwoch, 17. März 2010, 18:19 Uhr

Papst Benedikt XVI. hofft, dass sein Brief an die irischen Katholiken wegen der Missbrauchsskandale zum Prozess der «Busse, Heilung und Erneuerung» beiträgt. Er kündigte an, dass er den Brief am Freitag unterschreiben und anschliessend an die Gläubigen schicken werde.

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Das Kirchenoberhaupt wandte sich an seiner wöchentlichen Generalaudienz auf Englisch an die Gläubigen und räumte ein, die irische Kirche sei wegen der Krise schwer erschüttert, was ihn selbst zutiefst besorgt mache. Der Brief sei Zeichen seiner «tiefen Besorgnis» über die Fälle sexuellen Missbrauchs, die die katholischen Kirche in Irland «schwer erschüttert» hätten.

Gnade vom Papst, «Tagesschau» vom 15.02.2010

Papst Benedikt XVI. hatte die irischen Bischöfe im vergangenen Monat zu einem Gipfeltreffen in den Vatikan geladen, um über die Vorfälle zu sprechen. Der Dubliner Erzbischof Diarmuid Martin forderte seine Bischofskollegen in Irland auf, «die volle Wahrheit» über die jahrzehntelange Verschleierung von Kindesmissbrauch durch Priester zu sagen.

Oberster irischer Bischof entschuldigt sich

Laut einem im Auftrag der Regierung erstellten Untersuchungsbericht vertuschten katholische Würdenträger in Irland jahrzehntelang Vergewaltigungen und Misshandlungen von Minderjährigen durch Geistliche. Insgesamt ist von 14'500 Opfern die Rede.

Der oberste irische Bischof Sean Brady entschuldigte sich für seine persönliche Verwicklung in die Vertuschung der Missbrauchsfälle. «Ich möchte mich bei allen, die durch Fehler meinerseits verletzt wurden, von ganzem Herzen entschuldigen», sagte Brady in seiner traditionellen Ansprache zum St.-Patrick's-Day.

Der Kardinal hatte eingestanden, 1975 als einfacher Priester an zwei Treffen mit Missbrauchsopfern teilgenommen zu haben, bei denen diese Schweigegelübde unterzeichneten. Opferverbände forderten daraufhin seinen Rücktritt, Brady lehnte dies ab.

In Österreich weitet sich der Missbrauchsskandal bei den Wiener Sängerknaben derweil aus. Nachdem der «Standard» am Freitag von sexuellen und gewalttätigen Übergriffen bei dem berühmten Chor berichtet hatte, meldeten sich bei der Zeitung weitere Opfer.

Papst über Kindsmissbrauch informiert, «Tagesschau» vom 12.03.2010

Ausserdem hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine gründliche Aufklärung der Vorwürfe gefordert. Der Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sei ein «verabscheuungswürdiges Verbrechen» sagte die CDU-Vorsitzende im Bundestag.

(sda/apn/stom)

Kommentare aktiv...

L. Marvin, Berlin
(Waronislamists Mann)
Verfasst am: 19.3.2010 18:04

«Allein schon der Name"Hirtenbrief" mahnt zur tiefen Besorgnis»

Die Clique alter geiler Männer ist noch... mehr

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P. Schneider, Zürich
(PeterSchneider Mann)
Verfasst am: 18.3.2010 10:33

Allein schon das Wort "Hirtenbrief" sagt

alles über diesen Glauben und die, die ihn... mehr

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J. Denzler, Zürich
(JakobDenzler Mann)
Verfasst am: 18.3.2010 7:45

Es braucht eine Volksinitiative, die verlangt

dass Kindern keine religiösen Ideologien mehr... [2]  mehr

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