International
Neue Ermittlungen gegen Berlusconi
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi steht einmal mehr im Fokus der Justiz. Den Medien sind Protokolle von Telefongesprächen zugespielt worden, in denen Berlusconi ein Behördenmitglied zur Absetzung einer unliebsamen Talkshow gedrängt haben soll. Die Staatsanwaltschaft der süditalienischen Stadt Trani ermittelt nun wegen Einflussnahme und Drohungen.
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Berlusconi wird beschuldigt, auf die RAI und die Kommunikationsbehörde Druck ausgeübt zu haben. Er soll in einem Telefon mit dem Behörden-Leiter die Einstellung der regierungskritischen Talkshow «Annozero» auf dem Sender RAI 2 gefordert haben, verlautete aus Justizkreisen. Das Telefonat wurde offenbar abgehört.
Berlusconi zeigte sich verärgert über die aufgetauchten Abhörprotokolle. Als Regierungschef habe er das Recht, mit jedem zu telefonieren, ohne dass die Gespräche überwacht würden, sagte er in einem Radiointerview.
Behördenchef bestreitet Telefonat
Ermittlungen wegen Begünstigung laufen auch gegen den Präsidenten der Kommunikationsbehörde AGCOM, Giancarlo Innocenzi. Er hatte vor den Ermittlern bestritten, dass Berlusconi ihn gedrängt hatte die Talkshow abzusetzen. Die Kommunikationsbehörde ist für eine ausgewogene Berichterstattung im italienischen Informationssystem zuständig.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem gegen den Chefredaktor der von RAI 1 gesendeten Tagesschau «TG1». Augusto Minzolini wird beschuldigt, Informationen über eine Vernehmung ausgeplaudert zu haben, obwohl ihm der Staatsanwalt eine Schweigepflicht auferlegt hatte.
«Fantasie der Staatsanwälte»
Berlusconis Rechtsanwalt, Nicolo Ghedini, sprach von unerträglichen Vorwürfen gegen den Premierminister, die vollkommen unbegründet seien. «Die Vorwürfe sind nicht nur ohne Grundlage, sie widersprechen sogar jeglicher Vernunft. Diese Vorwürfe werden kurz vor den Regionalwahlen erhoben. Man müsste der Fantasie der Staatsanwälte Schranken setzen können», meinte Ghedini.
Justizminister Angelino Alfano kündigte eine Inspektion in der Staatsanwaltschaft Trani an. Der Minister will klären, warum die Abhörprotokolle von Berlusconis Telefongesprächen an die Presse gelangt sind.
Der Minister versicherte jedoch, dass die Inspektoren sich nicht in die Untersuchung einmischen werden. Der Oberstaatsanwalt von Traini, Carlo Maria Capristo, versprach seine volle Zusammenarbeit mit den Inspektoren des Justizministeriums. Der Oberste Richterrat CSM kritisierte die Inspektion in Trani als Aktion der Regierung zur Einschüchterung der Ermittler.
(sda/apn/buet/fasc)
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S. Schneeberger, Gossau
)
(Sybille
Verfasst am: 16.3.2010 13:38
Berlusconi
hat sicher recht gehabt, als er sich einmal mit... mehr
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W. Jann, Muri b. Bern
)
(wernerjann
Verfasst am: 16.3.2010 9:58
Berlusconi - Burlesconi
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G. Bossert, Safenwil
)
(GaBo
Verfasst am: 16.3.2010 8:52
Wenn ein Staatschef,
mit unüberschaubar vielem Dreck am Stecken, sich... mehr
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