International
Strom-Blackout legt Chile lahm
Rund zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Chile hat ein riesiger Stromausfall am Sonntagabend weite Teile des südamerikanischen Landes lahmgelegt. Der Blackout betraf rund 80 Prozent der 17 Millionen Einwohner Chiles.
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Nach Angaben des chilenischen Katastrophenschutzes gab es vom Bezirk Atacama, rund 1000 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, bis zur Insel Chiloe, rund 1000 Kilometer südlich von Santiago, keinen Strom.
Mehrere Städte betroffen
Auch in der Hauptstadt gingen kurz vor 21.00 Uhr plötzlich alle Lichter aus. Die Panne betraf mehrere weitere Städte, darunter Concepciòn, wo sich kürzlich ein schweres Erdbeben ereignet hatte.
Grund für den Stromausfall war laut den Behörden eine Störung im Stromnetz. Nach etwa 40 Minuten kam der Strom in einigen Gebieten langsam wieder.
U-Bahnzüge blieben stehen - Polizei-Patrouillen
In der Hauptstadt musste die Feuerwehr zahlreiche Menschen aus steckengebliebenen Fahrstühle befreien. 21 U-Bahnzüge blieben zwischen Stationen im Tunnel stehen, und die Fahrgäste mussten durch die Tunnel geleitet werden.
Die Sicherheitskräfte verstärkten ihre Präsenz auf den Strassen, um mögliche Plünderer abzuschrecken.
Schrecken in den Bebenregionen
Verschreckt reagierten vor allem die Menschen in den vom Erdbeben besonders betroffenen Region Bío Bío und Maule. Nach einigen Stunden begann der Strom zumindest im Bereich der Hauptstadt Santiago wieder zu fliessen. Allerdings war die Spannung anfangs zu niedrig.
Vor allem in den Erdbebenregionen löste der Stromausfall bei den Menschen Angst aus. Viele verliessen ihre Wohnungen. Unklar war, ob es zwischen dem Erdbeben vom 27. Februar und dem Stromausfall am Sonntag einen Zusammenhang gab.
Bei dem Beben der Stärke 8,8 waren mindestens 500 Chilenen umgekommen. Bereits damals waren mehrere Regionen ohne Strom, erst diese Woche wurde die Versorgung zu drei Vierteln wiederhergestellt.
(agenturen/halp)
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