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International

Der globale Waffenhandel blüht

Montag, 15. März 2010, 1:09 Uhr

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind in den vergangenen fünf Jahren gegenüber der vorangegangen Fünfjahresperiode um mehr als ein Fünftel gestiegen. Dies geht aus Untersuchungen des Friedensforschungsinstituts SIPRI in Stockholm hervor.

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In den Jahren 2005 bis 2009 seien die Ausgaben für Raketen, Kampfflugzeuge, Waffen, Munition und ähnliches um 22 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2000 bis 2004 gestiegen, konstatiert das SIPRI in seinem neuen Bericht.

Kampfflugzeuge sehr beegehrt

Dabei sei zwischen 2005 und 1009 besonders viel Geld für Kampfflugzeuge geflossen. «Weltweit machen Kampfflugzeuge 27 Prozent des Waffenhandels aus.»

Das Institut sieht die Gefahr eines regelrechten Wettrüstens in besonders spannungsgeladenen Regionen und nennt dabei den Nahen Osten, Nordafrika, Südamerika, Südasien und Südostasien.

«Spektakulärer Anstieg» in Südostasien

Beispielsweise habe es in Südostasien seit Beginn des Jahrtausends einen «spektakulären Anstieg» beim Waffenimport gegeben. So habe Malaysia seine Rüstungsausgaben um 722 Prozent erhöht.

Nach Südamerika wiederum wurden in den vergangenen fünf Jahren 150 Prozent mehr Waffen geliefert als zu Beginn des Jahrtausends.

USA als grösster Exporteur

Das meiste Geld mit Waffen verdienen weiterhin die USA. Sie sind laut der Studie für 30 Prozent der weltweiten Waffenlieferungen verantwortlich, wobei 39 Prozent der US-Geschäfte mit Kampfflugzeugen gemacht werden.

In Russland stammen 40 Prozent der Rüstungseinnahmen aus Geschäften mit Kampfflugzeugen.

Singapur und Algerien erstmals unter grössten Importeuren

Bei den Käufern wird die Liste von China und Indien angeführt. Erstmals tauchen Singapur und Algerien unter den zehn grössten Rüstungsimporteuren auf.

«Staaten, die reich an Ressourcen sind, haben erhebliche Mengen an teuren Kampfflugzeugen erworben», erklärte SIPRI-Abteilungsleiter Paul Holtom. «Benachbarte Rivalen haben auf diese Anschaffungen mit eigenen Bestellungen reagiert.»

Destabilisierung einer Region befürchtet

Dazu gehört der Verkauf von 72 amerikanischen F-16-Maschinen an die Vereinigten Arabischen Emirate und von 52 Maschinen dieses Typs an Israel. Südkorea liess sich 40 F-15-Jets aus den USA liefern. Auf Platz zwei der Exportländer steht Russland, das 82 Suchoi-Kampfflugzeuge an Indien, 28 an Algerien und 18 an Malaysia verkauft hat.

In diesem Jahr steht Russland mit europäischen und amerikanischen Herstellern in Wettbewerb um einen indischen Auftrag über 126 Kampfflugzeuge. Die gegenwärtige Welle von Rüstungsaufträgen in Südasien könnte laut SIPRI «die Region destabilisieren und Jahrzehnte der friedlichen Entwicklung gefährden».

(sda/afp/halp)

Kommentare aktiv...

O. toneatti, bern
(olga Frau)
Verfasst am: 15.3.2010 11:03

....Waffenhandel blüht...

Und wir sind auch dabei, hurra, hurrra, hurra.

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G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 15.3.2010 6:49

Lange Zeit hiess es Weltweit

" Abrüsten ", nun blüht die "... mehr

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U. Dehli, Vitznau
(percie Mann)
Verfasst am: 15.3.2010 4:24

Unsere Welt

wie wenn die welt so gross wär wie die sonne,... [1]  mehr

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