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Armeechef warnt vor «Migrationsströmen» aus Griechenland

Sonntag, 14. März 2010, 6:27 Uhr

Mit einer Europa-Karte, Äusserungen über mögliche Gefährdungslagen in Ländern der Europäischen Union (EU) und daraus resultierenden Einsatznotwendigkeiten für die Schweizer Armee hat sich Armeechef André Blattmann Ärger eingehandelt. Zumal er im Zuge der Finanzkrise in Griechenland vor «grossen Migrationsströmen» warnte, die «einen Einsatz nötig machen» könnten, berichtet die Zeitung «Sonntag».

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Dem Blatt zufolge zeigte Blattmann die Karte «im Rahmen einer Folienpräsentation der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats».

Migrationsströme aus gescheiterten Euro-Ländern

Nach Recherchen der Zeitung stellt die Europa-Karte neben Griechenland vier weitere EU-Staaten «als gefährdet» dar: Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Als Ausgangspunkt für potenzielle Gefährdungslagen gilt demzufolge etwa der Euro - und zwar dann, wenn Staaten die «Kriterien der Eurozone nicht mehr oder bald nicht mehr erfüllen». Auch «Staaten, in denen soziale Unruhen drohen» werden als gefährdet aufgelistet.

Brisant geworden sei die Karte insbesondere nach Blattmanns Äusserungen zu Griechenland, heisst es in dem Bericht weiter. So habe der Armeechef unter anderem darauf hingewiesen, dass «auch grosse Migrationsströme einen Einsatz nötig machen könnten.» Man müsse nur «an die wirtschaftliche Situation in Griechenland» denken. «Plötzlich steht in einem EU-Land der Staat vor dem Bankrott», hatte Blattmann zur Erläuterung seiner Annahmen hinzugefügt.

Heftige Reaktion aus Athen

Griechenland reagierte laut «Sonntag» heftig auf die Ausführungen Blattmanns: «Wir sind überrascht über diese Aussage», erklärte Achilles Paparsenos, Sprecher der griechischen UNO-Mission in Genf. «Nicht nur Griechenland, sondern auch andere EU-Staaten befinden sich in einer schwierigen finanziellen Lage. Niemand erwartet, dass Bürger dieser Länder allenfalls in die Schweiz kommen möchten», betonte der griechische Diplomat.

Entsetzt seien auch Sicherheitspolitiker aus dem linken Parteispektrum. berichtet die Zeitung. So sagte etwa SiK-Vizepräsident und SP-Nationalrat Max Chopard: «Ich habe beim Präsidenten der Sicherheitspolitischen Kommission für unsere nächste Sitzung vom 22./23. März eine Aussprache dazu verlangt. Und zwar in Anwesenheit des Chefs der Armee.»

(sf/halp)

Kommentare aktiv...

W. Mahrle

Verfasst am: 15.3.2010 5:13

CIA Stude 2008

"Vor dem Hintergrund des mangelnden... mehr

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W. Mahrle

Verfasst am: 15.3.2010 5:07

Unternehmensplanspiele sind WICHTIG

Ich finde an solchn “Prognose-Aussagen”... [2]  mehr

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R. Fauser, Augsburg
(Binzottl Mann)
Verfasst am: 14.3.2010 19:54

In Anbetracht möglicher Zahlungsausfälle

für laufende Staatsanleihen, Spekulationen auf... [1]  mehr

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