Kultur
Mit dem «kleinen Riesen Stanislas» auf Preisfang
Die Mülheimer Theatertage (D) finden ohne Schweizer Vertretung im Hauptwettbewerb um den Mülheimer Dramatikerpreis statt. Die Schweizerin Kathrin Leuenberger ist aber im Kinderprogramm mit dem Stück «Kleiner Riese Stanislas» vertreten.
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Finanzkrise, Globalisierung, Mauerfall - bei den sieben Nominierungen des renommierten Mülheimer Dramatikerpreises stehen 2010 politische Themen im Vordergrund. Die beste Produktion im Hauptwettbewerb gewinnt 15'000 Euro Preisgeld.
Kathrin Leuenbergers «Kleiner Riese Stanislas» wird im Kinderprogramm gezeigt. Das Stück ist eine Koproduktion des Figurentheaters Lupine mit dem Schlachthaus Bern. In dieser Sparte gibt es erstmals ein Preisgeld in der Höhe von 10'000 Euro zu gewinnen.
Sieben Nominierte aus Deutschland und Österreich
Aus Österreich wurden drei Autoren in den Hauptwettbewerb eingeladen: Elfriede Jelinek mit ihrer Krisenkomödie «Die Kontrakte des Kaufmanns», Kathrin Röggla mit «Die Beteiligten» über den Entführungsfall Natascha Kampusch und Ewald Palmetshofers mit der Faust-Paraphrase «faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete».
Die deutsche Autorin Dea Loher, die den Wettbewerb zwei Mal gewann, nimmt mit ihrem Sozialdrama «Diebe» teil. Auch das Wiedervereinigungsdrama «Für alle reicht es nicht» des mehrfach ausgezeichneten Nachwuchsautors Dirk Laucke wurde ausgewählt. Ebenfalls nominiert ist «Kein Schiff wird kommen» von Nis-Momme Stockmann.
Die 35. Mülheimer Theatertage dauern vom 14. Mai bis am 5. Juni. Der Mülheimer Dramatikerwettbewerb wird mit Roland Schimmelpfennigs «Der Goldene Drache» eröffnet.
(sda/oess)
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