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Swiss fliegt weiterhin mit Gewinn

Donnerstag, 11. März 2010, 12:16 Uhr, Aktualisiert 13:49 Uhr

Die Fluggesellschaft Swiss hat 2009 einen Gewinn- und Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Der Gewinn sank von 472 Millionen im Vorjahr auf 146 Millionen Franken. Trotzdem ist die Airline damit die Ertragsperle von Lufthansa.

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Interview mit Swiss-Chef Harry Hohmeister

Der Umsatz bei der Swiss sank 2009 gegenüber dem Vorjahr von 5,237 Milliarden auf 4,363 Milliarden Franken, wie die Lufthansa-Tochter weiter mitteilte.

Erholung lässt auf sich warten

Für Swiss sei das Jahr 2009 im Industrie-Vergleich gut verlaufen, sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister gegenüber der «Tagesschau». Aber die Krise als Teil der Realwirtschaft habe ihre Spuren hinterlassen.

«Wir müssen mit dem 2009 erreichten Ergebnis zufrieden sein, konnten wir doch in allen vier Quartalen schwarze Zahlen schreiben», erklärte Hohmeister. Dies sei trotz eines deutlichen Erlöseinbruchs und eines spürbaren Rutsches von höheren in tiefere Buchungsklassen gelungen.

Flugplan angepasst

Die Fluggesellschaft hat deshalb im vergangenen Jahr besonders auf den interkontinentalen Destinationen der Nachfrage angepasst. Das Angebot wurde im Vergleich zum ursprünglichen Flugplan um sechs Prozent reduziert. Zwei Flugzeuge wurden temporär am Boden parkiert.

Swiss-Zahlen im Vergleich zum Vorjahr

2009 2008
Umsatz 4,363 Mrd. Franken 5,237 Mrd. Franken
Gewinn 146 Mio. Franken 472 Mio. Franken
Passagiere 13,8 Millionen 13,5 Millionen
Stellen 7'342 7'337
Vollzeitstellen 5'945 6'026
Sitzladefaktor 80,1 Prozent 80,3 Prozent
Sitzladefaktor Europa 74,1 Prozent 72,1 Prozent
Sitzladefaktor Interkontinental 83,2 Prozent 84,2 Prozent
Frachtladefaktor Swiss WorldCargo 70,7 Prozent 77,6 Prozent

Die Zahl der Flüge stieg um 1,6 Prozent auf 136'536. Insgesamt beförderte Swiss im vergangenen Jahr mit 13,8 Millionen Passagieren mehr als jemals zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 2,4 Prozent.

Im Bezug auf die Pünktlichkeit erreichte die Lufthansa-Tochter das beste Ergebnis in ihrer Geschichte. 84,4 Prozent aller Flüge sind 2009 innerhalb der 15-minütigen Toleranzgrenze abgeflogen. 2008 waren es 81,7 Prozent.

Kein Stellenabbau geplant

Die Zahl der Stellen blieb zwar praktisch unverändert bei 7342 (Vorjahr: 7337) Mitarbeitenden. Von Juni bis Oktober wurde aber bei Swiss WorldCargo in der Schweiz kurzgearbeitet.

Zudem verhängte die Airline zahlreiche weitere Personalmassnahmen, etwa Stellenstopp, erleichterter Bezug von unbezahltem Urlaub für das Bodenpersonal oder Gehaltsverzicht des Topmanagements.

Swiss will zwar weiterhin falls nötig die Kapazitäten anpassen. Ein Stellenabbau sei aber nicht geplant und es bestehe auch kein genereller Stellenstopp, sagte Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel.

Bild Porträt von Harry Hohmeister währen SF-Interview.
Swiss-Chef Harry Hohmeister zieht eine positive Bilanz in der Zusammenarbeit mit Lufthansa. sf

«Zusammenarbeit mit Lufthansa ist positiv»

Die Muttergesellschaft Lufthansa ist letztes Jahr in die roten Zahlen geflogen. Der Konzernverlust betrug 112 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 542 Millionen Euro ausgewiesen worden.

Während die Swiss fünf Jahre nach der Übernahme zu den gewinnträchtigsten Lufthansa-Sparten zählt, schreiben die im vergangenen Jahr übernommenen Töchter Austrian Airlines und British Midland auch 2010 noch Verluste.

Die Zusammenarbeit mit der Mutter Lufthansa sieht Konzern-Chef Hohmeister durchwegs positiv. «Wir arbeiten so zusammen, wie es in einer Partnerschaft sein soll: Beide haben etwas davon. Und der kooperative Umgang miteinander führt dazu, dass beide erfolgreicher sind», sagte Hohmeister der «Tagesschau».

(ddp/sda/schj)

Kommentare aktiv...

E. Aduro, Berlin
(EnzoAduro Mann)
Verfasst am: 11.3.2010 18:15

Wenn man die

Geldschieberei aus der Lufthansa in die... mehr

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G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 11.3.2010 15:02

DAS ist doch wunderbar!

Da sind wir wenigstens für noch mehr Kerosin... mehr

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B. Sonny, Zürich
(gohome Mann)
Verfasst am: 11.3.2010 13:17

Schönschreiberei

von welchen Ladekapazitäten geht man aus , dass... mehr

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