Streit um Kundendaten
Privatsphäre von 15'000 HSBC-Kunden in Gefahr
Vor knapp drei Jahren hat ein Ex-IT-Angestellter der HSBC Private Bank (Suisse) SA Kundendaten verschwinden lassen. Jetzt rückt die Bank mit den Details heraus. 15'000 Schweizer Kunden sind davon betroffen. Die HSBC zeigt sich zerknirscht.
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Inzwischen hat die Bank die betroffenen Kunden kontaktiert und sich für die Bedrohung ihrer Privatsphäre entschuldigt.
Nur Konten in der Schweiz betroffen
Im Dezember, als der Datendiebstahl aufgeflogen war, war noch davon die Rede, dass weniger als zehn Kunden davon betroffen waren. Später wurde dann darüber spekuliert, dass von weit über 100'000 Kunden Daten gestohlen worden seien.
Die gestohlenen Kundendaten beschränken sich auf Konten in der Schweiz und betreffen keine Konten bei der ehemaligen HSBC Guyerzeller Bank, wie die Bank zum Ausmass des Diebstahls schreibt.
Ebenfalls nicht gefährdet seien Daten von Niederlassungen der Bank ausserhalb der Schweiz, die mit eigenen Systemen und Sicherheitsvorkehrungen arbeiteten, oder von anderen Unternehmen innerhalb der HSBC-Gruppe.
«Wir bedauern diese Situation zutiefst und entschuldigen uns bei unseren Kunden in aller Form für diese Bedrohung ihrer Privatsphäre», wird Alexandre Zeller, Chef der HSBC Private Bank (Suisse) SA in der Mitteilung zitiert.
Man sei fest entschlossen, die Interessen der Kunden zu schützen, und alle dazu notwendigen Massnahmen zu ergreifen. Die Bank hat alle ihre Kunden mit Konten in der Schweiz kontaktiert. Zudem seien die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft worden.
Drohung aus Bern
Die Bundesanwaltschaft führt seit 2008 ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren wegen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes, unbefugter Datenbeschaffung und Verletzung des Geschäftsgeheimnisses gegen den Angestellten Hervé Falciani.
Nach einer Hausdurchsuchung am 22. Dezember 2008 setzte sich dieser nach Frankreich ab und nahm mit den französischen Steuerbehörden Kontakt auf. Die Bundesanwaltschaft bemühte sich seit Februar 2009 bei den französischen Behörden um Herausgabe der bei der HSBC gestohlenen Daten.
Frankreich lenkt ein
Im vergangenen November bat die Schweiz dann den Appellationshof von Aix-en-Provence um eine Antwort bis Weihnachten und Bundespräsident Hans-Rudolf Merz kündigte an, dass der Bundesrat dem Parlament die Aussetzung der Ratifikation des neuen Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) mit Frankreich beantragen wird, solange sich Paris weigert, auf das Schweizer Rechtshilfegesuch einzutreten.
Die französischen Behörden lenkten daraufhin ein und sandten ein Notizbuch und einen Festplattenspiegel des in Frankreich sichergestellten Informatikmaterials in die Schweiz.
Le coup du «Parisienne»
Die Privatbank HSBC Schweiz hielt nun fest, dass ihr sowohl die Schweizer Behörden bestätigt hätten, für die Beantwortung von Amtshilfegesuchen von ausländischen Behörden nicht auf die gestohlenen Daten zurückzugreifen. Und auch die französischen Behörden hätten kommuniziert, die Daten nicht unrechtmässig nutzen zu werden.
Im Februar hatte Frankreichs Budgetminister Eric Woerth noch bekannt gegeben, die Daten an die Länder weitergeben zu wollen, welche die französischen Behörden offiziell darum bitten würden.
Die Datenklau-Affäre publik gemacht hatte die französische Zeitung «Le Parisien». Darauf entbrannte ein Streit darüber, ob der französische Staat die beschlagnahmten Daten für die Ermittlung gegen Steuerhinterzieher nutzen solle, was die Schweizer Regierung für nicht akzeptabel hielt.
(ap/from)
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K. S., Horgen
)
(K.S
Verfasst am: 11.3.2010 17:07
Kein Verlass aufs "Bank"-geheimnis
Es sind die nachlässigen Banken selber, die das... [1] mehr
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H. Frühling, Bern
Verfasst am: 11.3.2010 17:03
Mir kommt dazu die Privatsphäre
von Sozialhilfeempfängern, Arbeitslosen,... mehr
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G. Bossert, Safenwil
)
(GaBo
Verfasst am: 11.3.2010 14:57
Ja, H. Hasler, da haben sie vollkommen
recht. Aus diesem Grund möchte ja auch die... [1] mehr
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