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Spanien gedenkt seiner 192 Terror-Opfer
Mit einer einfachen Zeremonie haben die Menschen in der spanischen Hauptstadt der 192 Opfer der Madrider Terroranschläge vom 11. März 2004 gedacht. Bei der Opfergedenkstätte Atocha Station legten Regierungsmitglieder Blumenkränze nieder und gedachten der Opfer mit einer Schweigeminute.
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Die Gedenkstätte steht dort, wo die Anschläge vor 6 Jahren verübt wurden.
Explosion in der Rushhour
Die Zuganschläge in der spanischen Hauptstadt Madrid waren eine Serie von zehn durch islamistische Terroristen ausgelösten Bombenexplosionen am 11. März 2004. Die Attentäter zündeten die Bomben in vier dicht besetzten Vorortszügen am frühen Morgen.
Drei weitere Bomben sollten verzögert detonieren, vermutlich, um die zu Hilfe kommenden Einsatzkräfte zu verletzen. Die Sprengsätze wurden später kontrolliert gesprengt, einer davon soll die Kraft gehabt haben, den zu Rushhourzeiten stark frequentierten Madrider Hauptbahnhof Atocha komplett zu zerstören.
Klingelndes Mobiltelefon
Ein verdächtiges Auto, das vor dem Bahnhof geparkt war, wurde ebenfalls kontrolliert gesprengt. Wie später bekannt wurde, befand sich unter den in einer Polizeistation eingelagerten Koffern und Taschen ein brauner Rucksack mit einem weiteren Sprengsatz. Dieser sollte vermutlich durch ein Mobiltelefon gezündet werden. Die Ermittler wurden durch das Klingeln des Mobiltelefons auf den Rucksack aufmerksam und konnten den Sprengsatz entschärfen.
Nach Angaben der spanischen Regierung kamen damals 192 Menschen ums Leben, 2051 wurden verletzt, 82 davon schwer. Das Attentat ist nach dem Anschlag auf die Pan-Am-Maschine über dem schottischen Lockerbie (1988) das Attentat mit den meisten Opfern in der Geschichte der EU.
Anführer sprengt sich in die Luft
Drei Wochen nach den Anschlägen, am 3. April 2004, sprengte sich der mutmaßliche Anführer Serhane Ben Abdelmajid bei einer Razzia in einem Vorort von Madrid in die Luft. Dabei starben sechs seiner Komplizen und ein Polizist, 15 Polizisten wurden verletzt. Die Anschläge galten Ende April 2004 als nahezu aufgeklärt. Auch der Tatverdächtige Jamal Ahmidan konnte unter den toten Terroristen identifiziert werden.
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