Schweiz
950 Franken für ein Klo und eine Matratze
Zürichs Sittenwächter rüsten auf. Wer ab kommendem Freitag von Drogen oder Alkohol berauscht auf Zürichs Strassen eine schlechte Gattung macht, wird von der Stadtpolizei aufgelesen und in die Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) gebracht. Der Aufenthalt samt Rundumbetreuung muss vom «Gast» selbst berappt werden.
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Sind die Patienten in weniger als drei Stunden wieder auf den Beinen, kostet die Ausnüchterung im alten Zellentrakt der Urania-Wache 600 Franken. Dauert es länger als drei Stunden, werden laut Angaben der Stadt Zürich 950 Franken fällig - also gleich viel wie ein Deluxe-Doppelzimmer im Hotel Dolder.
Eine blosse Matratze - dafür medizinisch betreut
Während ihres Aufenthaltes werden die Patienten von einer privaten Firma medizinisch betreut und von einer ebenfalls privaten Sicherheitsfirma beaufsichtigt und bei Bedarf gebändigt. «Sämtliche Handlungen stehen aber unter Aufsicht der Stadtpolizei», sagte Polizeivorsteherin Esther Maurer vor den Medien.
Bereit stehen 12 leicht zu reinigende Zellen, die mit einer Matratze und einer Toilette ausgerüstet sind. Alle Räume sind videoüberwacht, damit allfällige Komplikationen wie etwa Atemstillstände oder Krämpfe sofort erkannt werden. «Im Notfall werden die Patienten sofort ins Spital gebracht.»
Die Stadtpolizei erwartet rund 600 Patienten pro Jahr, also rund 12 pro Wochenende. Die Station ist jeweils von Freitag um 22 Uhr bis Sonntag um 15 Uhr geöffnet und in erster Linie für Jugendliche und junge Erwachsene bestimmt, die im Ausgang über die Stränge schlagen und irgendwann sich selber oder andere gefährden.
Maurer ist überzeugt, dass die ZAS helfen wird, den Ausgang in Zürich «für alle sicherer zu machen». Mit der neuen Station sollen aber auch die Notaufnahmen entlastet werden, welche die Betrunkenen bisher betreuen mussten. «Im Spital geht das zudem zu Lasten der Prämienzahler», sagte Gesundheitsvorsteher Robert Neukomm. «Das ist nicht fair und hat für die Jugendlichen keinen Erziehungseffekt.» Ein Erziehungseffekt dürfte auch die schlichte Eleganz der Einrichtung zeitigen.
Damit das Erlebnis nicht zu existenziell wird, werden die Eltern minderjähriger Klienten informiert und in die Ausnüchterungsstation bestellt. Nebst der Rechnung erwartet sie dort auch ein Gespräch mit Mitarbeitern des Sozialdepartementes. «So wollen wir verhindern, dass wir die Klienten wiedersehen», sagte Neukomm.
(sda/from)
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A. Arnold, Ebikon
)
(A.Arnold
Verfasst am: 9.3.2010 16:05
Nur im Notfall ins Spital!
Die Räume sind praktisch ,leicht zu reinigen und... mehr
Zustimmen — 44 Leser sind auch dieser Meinung.
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R. S., A.
)
(schlabbi
Verfasst am: 9.3.2010 15:57
Ist doch gut!
So werden diese Besoffenen med. Betreut und vor... mehr
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N. Machiavellis, Lyssach
)
(no-name48
Verfasst am: 9.3.2010 15:48
Tja.....
und wenn der "Gast" kein Geld hat,... [1] mehr
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