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Schneesturm legt Barcelona lahm
Der Winter hat den Nordosten Spaniens fest im Griff. Die stärksten Schneefälle seit 25 Jahren haben deshalb die Gegend um Barcelona in den Ausnahmezustand versetzt. Es kam zu Stromausfällen und auf den Strassen war kein Durchkommen.
Die Regionalregierung ordnete die Schliessung der Schulen an - für insgesamt mehr als 142'000 Schüler fiel damit der Unterricht aus.
Für die am schwersten betroffenen Regionen Kataloniens sind bis zu 50 Zentimeter Schnee angekündigt.
200'000 Haushalte ohne Strom
Nach Angaben des Stromversorgers Fecsa-Endesa waren rund 200'000 Kunden ohne Strom, vor allem in der Gegend von Girona. Rettungskräfte halfen bei der Evakuierung von Zügen mit etwa 500 Passagieren. Die Züge waren nach Behördenangaben wegen eines Stromausfalls zwischen Barcelona und Portbou stecken geblieben.
Tausende Pendler hatten Schwierigkeiten, nach Hause zu kommen, nachdem der Busverkehr in Barcelona ausgesetzt worden war. Zudem fielen fünf Zuglinien in die Vororte der Hafenstadt aus. Die Stadtverwaltung ordnete an, dass die Metro ersatzweise die ganze Nacht durchfahren sollte.
LKW-Stau an der Grenze
Mehr als 60 Strassen in Katalonien waren entweder ganz geschlossen oder der Verkehr wurde stark eingeschränkt. In La Jonquera wurde die Grenze zu Frankreich geschlossen, nach einem Bericht des Fernsehsenders TVE stauten sich daraufhin rund 4‘000 Lastwagen an dem Übergang.
Rund 100 Passagiere des «Talgo»-Zuges von Barcelona nach Frankreich mussten die Nacht im Zug verbringen. Wie die Präfektur in Perpignan mitteilte, konnte der Zug vom Bahnhof Cerbère in den französischen Pyrenäen wegen des Schnees nicht weiterfahren.
(sda/muei)



