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Schwarzer will Frauentag abschaffen

Montag, 8. März 2010, 22:39 Uhr

Ausgerechnet die Ikone des deutschen Feminismus, Alice Schwarzer, will den Frauentag am liebsten abschaffen.

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Der Frauentag am 8. März sei «der reinste Hohn», schreibt Schwarzer in einem Gastbeitrag für die «Frankfurter Rundschau». Er sei eine «sozialistische Erfindung», die auf einen Streik von Textilarbeiterinnen zurückgehe - die Frauenbewegung sei aber Anfang der 1970er Jahre im Westen nicht zuletzt aus Protest gegen die machohafte Linke entstanden.

«Unter diesen Vorzeichen ist die Übernahme des sozialistischen Muttertags als 'unser Frauentag' für Feministinnen, gelinde gesagt, der reinste Hohn.»
Alice Schwarzer

Das sei eine Linke gewesen, «die zwar noch die letzten bolivianischen Bauern befreien wollte, die eigenen Frauen und Freundinnen aber weiter Kaffee kochen, Flugblätter tippen und Kinder versorgen liess», kritisierte Schwarzer. Auch die realsozialistischen Länder seien in den obersten Etagen bekanntermassen frauenfrei gewesen.

«Unter diesen Vorzeichen ist die Übernahme des sozialistischen Muttertags als 'unser Frauentag' für Feministinnen, gelinde gesagt, der reinste Hohn.» Darum solle der «gönnerhafte 8. März» am besten einfach abgeschafft werden, forderte Schwarzer. «Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer.»

(ap/horm)

Kommentare aktiv...

F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.
(Aeffle Mann)
Verfasst am: 9.3.2010 11:46

Im Grunde hat sie doch recht

Was sollen überhaupt Tage der Frau, des Kindes,... mehr

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