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International

Proteste in Griechenland erreichen neuen Höhepunkt

Freitag, 5. März 2010, 2:45 Uhr, Aktualisiert 21:16 Uhr

Eine Streikwelle gegen das Sparprogramm der griechischen Regierung hat den öffentlichen Nahverkehr, Schulen und Krankenhäuser lahmgelegt. Während Ministerpräsident Georgios Papandreou zu Krisengesprächen in Luxemburg, Berlin und Paris aufbrach, protestierten die Gewerkschaften gegen die geplanten Kürzungen im öffentlichen Dienst und eine Anhebung der Mehrwertsteuer.

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Proteste in Griechenland erreichen neuen Höhepunkt

Sämtliche Busse in Athen sowie die Bahn fuhren seit 5.00 Uhr Ortszeit für 24 Stunden nicht mehr. Ärzte in staatlichen Spitälern behandelten nur Notfälle und auch viele Lehrer gingen nicht zur Arbeit. Journalisten des Staatsradios und des Fernsehens sowie der staatlichen Nachrichtenagentur legten die Arbeit für 24 Stunden nieder.

Demonstrationen riegeln Finanzministerium ab

Polizeiangaben zufolge versammelten sich bereits am Morgen in Athen und in Thessaloniki fast 10'000 linke Demonstranten. Die aufgebrauchten Demonstranten riefen auf Spruchbändern zum «Krieg gegen den Krieg der Kapitalisten» auf.

Rund 300 Demonstranten hatten das Finanzministerium in Athen abgeriegelt und die Beamten am Betreten des Gebäudes gehindert.

Faustschläge gegen den Gewerkschaftsboss

Bei einer Kundgebung vor dem Parlament griffen junge Demonstranten den Chef des griechischen Gewerkschaftsbundes GSEE, Yannis Panagopoulos, an und verletzten ihn durch Faustschläge. Der Gewerkschaftsboss hielt gerade eine Rede gegen die Sparpläne der Regierung.

Bild Demonstranten halten Transparente in die Höhe.
«Stabilitäts-Programm? Nein, Danke!» Die Sprache auf den Transparenten ist unmissverständlich. reuters

Über dem Eingang des Ministeriums befestigten die Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME ein Spruchband: «Erhebt Euch, damit die Massnahmen nicht in Kraft treten.»

Papandreou zu Gesprächen in Berlin und Paris

Athen steht auch unter massivem Druck der Europäischen Union, die sich um die Stabilität der Gemeinschaftswährung Euro sorgt. In Luxemburg stand zunächst ein Gespräch von Ministerpräsident Georgios Papandreou mit Ministerpräsident Jean-Claude Juncker an, dem Leiter der Finanzministertreffen der Euro-Zone.

Danach wird der griechische Regierungschef zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin erwartet, ehe er am Sonntag bei Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Paris vorspricht. Am kommenden Dienstag ist dann ein Gespräch mit US-Präsident Barack Obama im Weissen Haus geplant.

Frankreich sichert Hilfe zu

Papandreou hat versichert, dass seine Regierung kein finanzielles Rettungspaket der EU beansprucht. Vielmehr gehe es ihm darum, mit einer öffentlichen Unterstützung der EU für seine Politik die Finanzmärkte zu beruhigen.

Auch nach der erfolgreichen Platzierung einer Staatsanleihe mit einem Volumen von fünf Milliarden Euro steht Griechenland am Kapitalmarkt unter massivem Druck, was in überdurchschnittlich hohen Zinsen zum Ausdruck kommt.

Die französische Finanzministerin Christine Lagarde sagte, Paris werde Griechenland unterstützen, wenn sich die Krise zuspitzen sollte.

(sda/koua/weis)

Kommentare aktiv...

A. Schlag, Frauenfeld
(andreas.schlag1 )
Verfasst am: 5.3.2010 14:46

Politiker und Griechenland usw

x J. Janough Wo hat man den noch die Wahl?... mehr

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J. Janough, Baar
(janough Mann)
Verfasst am: 5.3.2010 14:02

G. Rafailis

Aber WER hat die Politiker = Regierung... mehr

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G. rafailis, bern
(babag Mann)
Verfasst am: 5.3.2010 10:55

so ist es j.faber

ich bin selbst grieche und verstehe auch nicht... mehr

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