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PUK-Entscheid des SR-Büros: NR-Präsidentin ist «erstaunt und befremdet»

Donnerstag, 4. März 2010, 12:52 Uhr, Aktualisiert 20:44 Uhr

Das Büro des Nationalrats will nicht hinnehmen, dass die Eidg. Räte wegen dem aufgeschobenen Entscheid des Ständeratsbüros nicht noch diese Session über die Einsetzung einer UBS-PUK abstimmen dürfen. Es hagelte harte Kritik, vor allem von Seiten der SP und SVP. Eine Aussprache soll das Schwesterbüro zu einem Kurswechsel bewegen.

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Bruderer kritisiert Ständeratsbüro-Entscheid

Die Mehrheit des Nationalratsbüros sei über den Entscheid des Schwesterbüros vom Mittwochnachmittag «erstaunt und befremdet», erklärte Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer (SP/AG) vor dem Plenum.

Pascale Bruderer zu PUK-Entscheid

Ständeratspräsidentin Erika Forster (FDP/SG) missbrauche das Büro des Ständerats für politische Zwecke, sagte SP-Präsident Christian Levrat in der «Tagesschau». Sie verhindere, dass Entscheide getroffen werden. «Das sind Tricks von der übelsten Sorte, die ich bisher in der Politik erlebt habe», sagte Levrat weiter.

Christian Levrat zu PUK-Entscheid

«Wir lassen uns das nicht gefallen», sagte SVP-Präsident Toni Brunner zum Entscheid des Ständerat-Büros. «Wenn das Schule macht, dann blockieren wir in Zukunft einfach alle Geschäfte aus dem Ständerat, indem wir sagen: sistieren. Wir sprechen dann weiter über das Geschäft, wenn es uns passt. Das ist doch kein Umgang», so Brunner in der «Tagesschau».

Toni Brunner zu PUK-Entscheid

Angesichts der grossen Tragweite der Ereignisse rund um die Finanzmarktkrise und die Rettung der UBS halte die Mehrheit des Nationalbüros den Entscheid für problematisch. Sie wolle nun die Schwesterkommission nächste Woche davon überzeugen, noch diese Session beide Räte über die Einsetzung einer PUK abstimmen zu lassen.

Antrag der Grünen

Der Rat stimmte in der Folge einem Ordnungsantrag der Grünen zu, der eine kurze Debatte zum Vorgehen des Ständeratsbüros ermöglichte.

Letzteres hatte am Mittwoch den Entscheid über eine PUK bis im Juni aufgeschoben. Das Parlament solle erst entscheiden, wenn der Schlussbericht der Geschäftsprüfungskommission vorliege, die die Ereignisse rund um die UBS-Rettung seit März 2009 untersucht.

(sda/godc)

Kommentare aktiv...

B. Scheidegger, Bern
(Sanderston Frau)
Verfasst am: 8.3.2010 7:31

M. Recher

Nein Frau Recher, ich meinte die PUK... mehr

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A. Arnold, Ebikon
(A.Arnold Frau)
Verfasst am: 5.3.2010 14:40

Hochmut kommt vor dem Fall!

Eine alte Weisheit,der UBS wird kein Neuanfang... mehr

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M. Ryser, Oberhofen
(ruhenderpol Mann)
Verfasst am: 5.3.2010 7:13

Es ist eine Frechheit

dass vier Leute so einen Entscheid fällen... mehr

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