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Lufthansa 2009 in den roten Zahlen

Dienstag, 2. März 2010, 13:01 Uhr

Die Lufthansa ist im Krisenjahr 2009 in die roten Zahlen geflogen. Unter dem Strich weist die Swiss-Mutter einen Verlust von 112 Mio. Euro aus, im Vorjahr waren es 542 Mio. Euro Gewinn. Es ist der erste Jahresverlust seit 2003.

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Bild Das Bodenpersonal der Lufthansa wartet am Schalter auf Kundschaft.
Die Lufthansa erlebt derzeit den massiven Konkurrenzdruck von Billigfliegern und den Trend bei Geschäftsreisenden, möglichst günstigste Tickets zu erwerben. reuters

Operativ erzielte Lufthansa einen Gewinn von 130 Mio. Euro, wie das Unternehmen aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte. Damit sei das Ziel operativer Profitabilität erreicht worden. Im Vorjahr hatte der operative Gewinn aber noch 1,3 Mrd. Euro betragen. Der Vorstand will nun für 2009 keine Dividende auszahlen. Im Vorjahr waren es 0,70 Euro pro Aktie.

Besser als erwartet

Der Umsatz sank um rund 10 Prozent auf 22,3 Mrd. Euro. Das Unternehmen hatte vor allem mit dem Ausbleiben der sonst zahlungskräftigen Geschäftsreisenden zu kämpfen, die wegen der Wirtschaftskrise vielfach zur billigeren Konkurrenz wechselten.

Zudem machen Zukäufe zum Beispiel in Österreich Probleme. Mit den Piloten wird derzeit ausserdem über einen neuen Tarifvertrag und Kostensenkungen verhandelt.

Dennoch schnitt Lufthansa besser ab als erwartet. Analysten hatten einen operativen Gewinn von nur 31 Mio. Euro und einen Reinverlust von 251 Mio. Euro erwartet. Die vollständige Jahresbilanz will das Unternehmen am 11. März vorlegen.

Noch keine Zahlen der Swiss

Am 11. März wird auch die Swiss ihre Zahlen veröffentlichen. Sie hält bis dahin jegliche Ergebniszahlen unter Verschluss. Die Schweizer Tochter der Lufthansa verzeichnete gemäss früheren Angaben 2009 einen Passagierrekord. Insgesamt flogen 13,8 Mio. Menschen mit der Airline. Das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Swiss erreichte damit eine deutlich bessere Passagierentwicklung als der Konzern. Mit ihr waren im vergangenen Jahr 55,6 Mio. Passagiere unterwegs. Das ist ein Rückgang um 2,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2008.

(sda/bers)

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