Streit um Kundendaten
FDP-Politiker fordern Klage gegen Deutschland
Die FDP fordert den Bundesrat auf, innerhalb von drei Monaten eine Klage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag gegen Deutschland einzureichen. Die FDP ist jedoch nicht die erste Partei, welche politische Auseinandersetzungen in den Gerichtssaal zu verlegen versucht.
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FDP-Politiker haben eine dringliche Interpellation mit dem Titel «Völkerrecht statt staatliches 'Faustrecht': Klage gegen Deutschland» eingereicht.
«Faustrecht statt Völkerrecht»
Deutschland verletze mit dem Datenklau die UNO-Charta, die UNO-Menschenrechtspakte, das Strafrechtsübereinkommen und andere Abkommen, sagte die Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala vor den Bundeshausmedien.
«Wir nehmen nicht hin, dass ein befreundeter Staat internationale Abkommen verletzt. Das ist staatliches Faustrecht statt Völkerrecht», sagte sie weiter.
Ziel der Schweiz sei Wiedergutmachung. Dabei steht die Rückgabe aller deliktisch erlangten Daten inklusive aller Kopien im Vordergrund. Wichtiger noch sei, dass die Staatsklage klare Verhältnisse über den künftigen Umgang unter den Nationen schafft.
Reaktionen der Parteien gespalten
Die Reaktionen der anderen Parteien auf die Interpellation fallen nach dem klassischen Links-Rechts-Schema aus. Die Linke lehnt sie ab, währenddem die bürgerlichen Partner die FDP unterstützen.
Um sich von der bürgerlichen Konkurrenz abzugrenzen, bleibt den Freisinnigen kaum etwas anderes übrig, als den Umweg über das ferne Den Haag in Kauf zu nehmen. Die hiesigen Gerichte sind schon in Beschlag genommen: Seit letzter Woche arbeitet man im SVP-Generalsekretariat an einer Strafanzeige im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl.
In den nächsten Tagen soll das Dokument der Bundesanwaltschaft übergeben werden. Bloss haben die Juristen des Bundes nicht auf die SVP gewartet und die Sache längst selbst in die Hand genommen. Vor bald drei Wochen hat die Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Für die SVP kein Grund, die Hände in den Schoss zu legen: Mit der Strafanzeige solle sichergestellt werden, dass der «Sachverhalt rundum geklärt» und die Angelegenheit in «ihrer ganzen Komplexität abgebildet» wird, wie SVP-Generalsekretär Martin Baltisser sagte.
SP erfolglos gegen UBS
Das juristische Trommelfeuer eröffnet hat die SP - Auf Biegen und Brechen wollten sie wegen des UBS-Debakels die ehemalige Führung der Bank vor den Schranken des Gerichts sehen.
Zweimal reichte die Partei Strafanzeige in der Sache ein, zweimal zeigte ihr die Zürcher Staatsanwaltschaft die kalte Schulter. Ein «Anfangsverdacht für ein strafbares Verhalten» liege nicht vor, weshalb auch kein Strafverfahren eröffnet werde, lautete jeweils der Bescheid.
CVP zurückhaltend
Von allen grossen Bundesratsparteien hat einzig die CVP die politischen Auseinandersetzungen noch nicht in den Gerichtssaal zu verlegen versucht.
Zurückhaltend ist die CVP auch bezüglich der Frage, ob nicht wenigstens die Ereignisse rund um die UBS-Steueraffäre politisch in der letzten Konsequenz aufgeklärt werden sollen. Wie die FDP zögert sie, der Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zuzustimmen. Ob die Forderung von links und rechts doch eine Mehrheit findet, könnte sich noch während der laufenden Session zeigen.
(sda/sf/weis)
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J. Schafer, Balsthal
)
(DarkVipar
Verfasst am: 14.3.2010 19:12
Wir sollten uns wehren
Ich finde auch, dass wir Deutschland verklagen... mehr
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U. Keller, Klaeng
)
(sailer
Verfasst am: 4.3.2010 9:17
warum nicht ?
Jetzt , nachdem die Frau Merkel die andere... [2] mehr
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K. Anders, Zürich
)
(K.Anders
Verfasst am: 4.3.2010 7:53
Es regt sich Widerstand
Ich bin über den Vorstoss der FDP genauso... mehr
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