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International

Gewaltausbrüche in Chiles Bebengebieten

Dienstag, 2. März 2010, 4:40 Uhr, Aktualisiert 20:49 Uhr

Die Lage in den chilenischen Erdbebengebieten wird zunehmend explosiv: Aus Vororten der Stadt Concepción wurden am Montag Schiessereien zwischen bewaffneten Bürgerwehren, Plünderern und dem Militär gemeldet.

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Chile sucht weiterhin nach Vermissten

In der Gemeinde San Pedro de la Paz seien zwei Menschen getötet worden, sagte eine Kontaktperson vor Ort. Marineinfanteristen versuchten, ein Abgleiten der Grossstadt in die Anarchie zu verhindern, und gaben Schüsse in die Luft ab.

Dennoch gingen ein Kaufhaus und ein Grossmarkt nach Plünderungen in Flammen auf. Dabei sollen nach unbestätigten Berichten bis zu 20 Menschen ums Leben gekommen sein.

Plünderungen aus Verzweiflung

Viele Bürger sehen sich zu Einbrüchen und Plünderungen von Lebensmittelgeschäften gezwungen: Auch zwei Tage nach dem Beben der Stärke 8,8 sind noch immer kaum Wasser und Lebensmittel in Concepción angekommen - und schon gar nicht in den kleineren Ortschaften des Katastrophengebiets.

Unterdessen stattete Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva als erster Staatschef Chile nach dem Gebiet des Bebens einen Besuch ab. Er sagte jede erdenkliche Hilfe zu.

Nach jüngsten Angaben liegt die Zahl der registrierten Todesopfer bei 723. Die Zahl werde jedoch weiter steigen, sagte Innenminister Edmundo Pérez Yoma. «In den Küstenregionen hat ein Tsunami ganze Ortschaften fortgerissen. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr schlechte Nachrichten werden wir bekommen.»

Vor allem in Maule und Bíobío gelten zahlreiche Menschen noch als vermisst. Die genaue Zahl der Obdachlosen war unbekannt. Die Zahl der zerstörten oder beschädigten Wohnungen wurde mit etwa zwei Millionen angegeben.

(sda/buet)

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A. Guant, Sunybeach
(Guant Mann)
Verfasst am: 2.3.2010 12:52

Bitte um um Antwort durch eine Erdbebenfachperson

Gemäss Beschreibung einer Journalistin u.... mehr

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