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Experte: «Eine extrem schwierige Situation für Chile»
Obwohl Chile ein bekanntes Erdbebengebiet ist, ist das Land stark von dieser Katastrophe getroffen worden. Tage nach dem starken Erdbeben und der nachfolgenden Flutwelle kämpfen die Menschen in Chiles Katastrophengebieten verzweifelt gegen das Chaos an. Walter Amman, Präsident des Global Risk Forum Davos, analysiert für tagesschau.sf.tv, wie Chile mit dieser Katastrophe umgeht.
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Walter Amman, wie war Chile ihrer Meinung nach auf solch ein Erdbeben vorbereitet?
Dieses Erdbeben war von einer enormen Stärke auf der Richterskala. Da Chile weltweit eines der grössten Erdbebengebiete ist, hat dieses Land eine sehr gute Katastrophenorganisation. Und auf solche ausserordentlichen Ereignisse vorbereitet zu sein, ist ausserordentlich schwer.
Bei solchen Katastrophen kann man sich natürlich nicht gegen jeden einzelnen Fall wappnen. Doch die Abläufe müssen erprobt sein. So weit ich das momentan bewerten kann, macht Chile eine sehr gute Arbeit.
Trotzdem ist auch von Plünderungen die Rede. Wie haben die Behörden ihrer Meinung nach reagiert?
Für die Behörden ist es eine sehr schwierige Situation. Vielerorts fehlt es an Wasser und Nahrungsmittel. Die Betroffenen sind traumatisiert und haben Angehörige verloren.
In solchen Extremsituationen ist schwierig vorauszusagen, wie die Leute reagieren werden. Denn man ist gesteuert vom Überlebenswillen oder seinen Angehörigen das Überleben zu sichern.
Die Zahl der Toten in Chile ist im Vergleich zu dem Erdbeben in Haiti vergleichsweise klein. Wie können sie sich diesen markanten Unterschied in den Opferzahlen erklären?
Chile ist seit vielen Jahren ein bekanntes Erdebengebiet und kann auf gute Baunormen zurückgreifen. Im Vergleich zu Haiti stellt man einen grossen Unterschied in der Bausubstanz fest. Dem entsprechend wurden auch Normen erlassen, damit die Bauwerke erdbebensicherer sind.
Gehen sie davon aus, dass die Opferzahlen noch stark steigen werden?
Ich denke, dass mit gegen 1000 Toten zu rechnen ist. Insbesondere aus den Gebieten, die an der Küste liegen und vom Tsunami betroffen wurden. Hier liegen nach wie vor noch wenige Informationen vor.
Wie beurteilen sie die Chance noch Überlebende zu finden?
In Haiti hat man ja sehr erfreuliche Situationen erleben dürfen. Auch viele Tage nach dem Erdbeben konnten noch Überlebende gerettet werden. Ich würde davon ausgehen, dass dies auch in Chile noch der Fall ist. Drei Tage nach dem Beben sind Lebend-Rettungen noch wahrscheinlich.
Wie kann nun die Schweiz am Besten helfen?
Die Schweiz ist momentan mit Spezialisten vor Ort, die sich mit den Infrastrukturschäden und deren Reparaturmöglichkeiten beschäftigen. Und natürlich auch im Bereich Wasserversorgung.
Kann man schon die langfristigen Folgen für Chile abschätzen?
Erste Schätzungen gehen von einer Schadenssumme von etwa 30 Milliarden Dollar aus. Die Erfahrung mit anderen Erdbeben zeigt, dass mit den sogenannten indirekten Schäden (zum Beispiel Produktionsausfälle der Industrie) nochmals soviel dazu kommen. Insgesamt würde ich also den Schaden auf 60 Milliarden Dollar schätzen.
Das sind ungefähr 30 Prozent des ganzen Bruttoinlandprodukts von Chile. Das ist ein enorm hoher Schaden, den es zu bewältigen gilt. Chile kann dabei auf einen Vorsorgefond zurückgreifen. Natürlich hilft das aber nicht die ganze Schadenssumme abzudecken.
Walter Amman - Experte bei Naturkatastrophen
Dr. Walter Ammann ist Präsident des Global Risk Forums GRF Davos, das sich mit globalen Risiken und Naturkatastrophen beschäftigt.
Ammann war unter anderem Stv. Direktor der Eidg. Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf und Leiter des Kompetenzzentrums Naturgefahren im ETH-Bereich. Der studierte und promovierte Bauingenieur ETH Walter Amman beschäftigt sich seit 30 Jahren als Experte mit dem Thema Erdbeben.
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E. Wille, Rosenfeld
)
(summerof18
Verfasst am: 2.3.2010 20:24
Die Schweiz hat in weiser Voraussicht
im DBA mit Chile keinen... mehr
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M. Wyrsch, Luzern
)
(M.Wyrsch
Verfasst am: 2.3.2010 19:58
Relativ gelassen
Ich konnte mit jemanden sprechen, der Kontakt mit... mehr
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M. Wurmdichnicht, Schneck und Wurm
)
(Marcel55
Verfasst am: 2.3.2010 18:08
Blöder Pinochet!
Wegen ihm wurde eine kommunistische Diktatur... mehr
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