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International

UNO überprüft Berichte des Weltklimarats

Freitag, 26. Februar 2010, 16:53 Uhr

Nach den Fehlern in den UNO-Klimaberichten wollen die Vereinten Nationen die Ergebnisse von unabhängigen Wissenschaftlern überprüfen lassen. Das kündigte der Exekutivdirektor des UNO-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner, an.

Der Weltklimarat (IPCC) hatte in seinem jüngsten Bericht zu den erwarteten Folgen des Klimawandels einige Fehler verbreitet, unter anderem über die zu erwartende Gletscherschmelze im Himalaya. Er kam daraufhin wegen Panikmache unter Beschuss.

Bild Achim Steiner hebt die Hand.
Steiner kündigte in Bali eine Überprüfung der IPCC-Berichte an. keystone

«Fehler können immer passieren», sagte Steiner: «Das ist menschlich, aber die Welt kann es sich nicht erlauben, das Vertrauen in den IPCC-Prozess zu verlieren.»

Treffen in Bali

Auf Bali haben Umweltminister aus mehr als 100 Ländern über effizientere UNO-Entscheidungsstrukturen bei Umweltthemen diskutiert. Die Teilnehmer des Treffens mahnten baldige Fortschritte beim Klimaschutz an.

Die Ergebnisse des Weltklimagipfels im Dezember hätten alle enttäuscht, sagte der scheidende Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, der vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt hatte. Jetzt wollten aber auch alle vorankommen.

Hedegaard: Wohl nicht mehr 2010

Beim UNO-Klimagipfel in Kopenhagen war keine Einigung auf konkrete Massnahmen zur Senkung des CO2-Ausstosses zustande gekommen. Die Absichtserklärung, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad im Vergleich zur der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, wurde von den meisten Experten als unzureichend kritisiert.

Als wichtigster Grund für das Scheitern des Gipfels galt der Widerstand Chinas gegen bindende Selbstverpflichtungen. EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard hat die Hoffnung auf ein verbindliches Klimaabkommen noch in diesem Jahr aufgegeben.

«Niemand wäre glücklicher als ich, wenn wir dieses Jahr ein bindendes Abkommen erreichen könnten. Aber nach Lage der Dinge müssen wir uns fragen, ob es eine realistische Strategie ist, alles auf Mexiko zu setzen», erklärte Hedegaard, die in Kopenhagen Tagungspräsidentin war, gegenüber der Zeitung «Politiken».

Hoffnungen für Südafrika 2011

In Mexiko City steht ab Ende November die nächste UNO-Klimakonferenz («COP16») an. Hedegaard meinte, für dieses Treffen sei es sinnvoller, «politische Teilabkommen» und bei COP17 ein Jahr später in Südafrika eine umfassende und völkerrechtlich verbindliche
Klimavereinbarung anzustreben.

(sda/hesa)

Kommentare aktiv...

B. seiler, pop
(brunomax Mann)
Verfasst am: 27.2.2010 0:49

n. horni

da ist nichts von geheimwissenschaft, im... mehr

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H. Ginter, Maadi/Cairo
(fingerpen Mann)
Verfasst am: 26.2.2010 22:53

IPCC Bericht

Die Aussage von Hr. Steiner, dass jeder Fehler... mehr

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M. Wurmdichnicht, Schneck und Wurm
(Marcel55 Mann)
Verfasst am: 26.2.2010 19:48

Unabhängige Wissenschafter

Wo zum Teufel will die UNO unabhängige... [1]  mehr

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