International
Malaria-Gefahr für Asien-Reisende
Abseits der üblichen Reiserouten droht Südasien-Touristen eine gefährliche neue Malaria-Variante. Entgegen früherer Annahmen befällt deren Erreger nicht nur Affen, sondern auch Menschen. Daher sollten Asien-Rückkehrer bei unklaren Fieberproblemen unbedingt einen Arzt aufsuchen, raten Experten in der «Deutschen Medizinischen Wochenschrift».
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Ein Gentest könne den Erreger eindeutig identifizieren, heisst es in der Veröffentlichung.
Hunderte Menschen infiziert
Insgesamt kennen Mediziner 260 Malaria-Erreger, die verschiedene Tiere befallen. 25 dieser Plasmodien infizieren Affen, und fünf sind für den Menschen gefährlich.
Gentests zeigen, dass der bisher nur bei Affen vermutete Parasit «Plasmodium knowlesi» bislang mehr als 500 Menschen infiziert hat, wie Justus Schottelius vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg erläutert.
Patienten aus Finnland, Schweden und den USA
Der durch Mückenstiche übertragene Erreger ist in Südostasien sowie in Südindien und Sri Lanka verbreitet.
Eine Ansteckung droht vor allem in Waldgebieten, in denen infizierte Affen leben. Importierte Fälle wurden bereits bei Rückkehrern in Finnland, Schweden und den USA bekannt.
Lebensbedrohliche Infektion
«Die Patienten leiden unter Kopfschmerzen, Fieber, kaltem Schweiss, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, eventuell auch unter Durchfall», sagt Schottelius. «Die Fieberschübe treten typischerweise jeden Tag auf.»
Da die Infektion lebensbedrohlich sei, sollten sich Patienten möglichst behandeln lassen.
(apn/halp)
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