Erdbeben in Haiti
Heftiger Regen verschärft Not in Haiti
In Haiti ist es zu den bislang schwersten Regenfällen nach dem Erdbeben vom 12. Januar gekommen, was die Not für die Überlebenden weiter verschärft. Hunderttausende von Obdachlosen wurden bis auf die Haut durchnässt. Die Regenfälle erhöhen zudem das Einsturzrisiko bei beschädigten Gebäuden in der Hauptstadt Port-au-Prince. Die WHO hat unterdessen um mehr Ärzte für ihre Impfkampagnen gebeten.
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Die Behörden warnten, dass das Unwetter zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen kann. Dabei ist der offizielle Beginn der Regenzeit in der Karibik noch einen Monat entfernt.
Innerhalb einer Woche 62'000 Menschen versorgt
Sechs Wochen nach dem Erdbeben in Haiti hat die Weltgesundheitsorganisation um mehr Ärzte für ihre Impfkampagne im Katastrophengebiet gebeten. Innerhalb einer Woche seien zwar über 62'000 Menschen versorgt worden, das seien aber nur zehn Prozent der Zielgruppe. «Mehr Impfteams werden dringend gesucht», sagte Paul Garwood von der WHO im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Die Mediziner impfen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern und Röteln.
Zu Epidemien sei es in den vergangenen sechs Wochen nicht gekommen. Zwar habe es isolierte Fälle von Malaria und sogar Typhus gegeben, die Krankheiten hätten sich aber nicht weiter ausgebreitet.
Nach jüngsten Angaben 222'000 Tote
In Port-au-Prince wurden unterdessen neue Zahlen über die Todesopfer mitgeteilt. Nach der jüngsten Zählung des haitianischen Zivilschutzes starben bei dem schlimmsten Erdbeben der Region am 12. Januar in Port-au-Prince mehr als 222'000 Menschen.
Das UNO-Büro für Humanitäre Angelegenheiten (OHCA) und der haitianische Zivilschutz widersprachen damit Schätzungen der haitianischen Regierung vom Wochenende, nach denen in Haiti bis zu 300'000 Menschen getötet worden seien.
(agenturen/halp)
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