International
Uno soll im Falklandstreit vermitteln
Argentinien hat die Vereinten Nationen um Hilfe bei der Lösung des Falkland-Konflikts gebeten. Nach einem Treffen mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York sagte Aussenminister Jorge Taiana, seine Regierung werde den Anspruch auf die Malvinas vor allen internationalen Foren zur Sprache bringen.
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Die zu Britannien gehörenden Falklandinseln im Südatlantik werden in Argentinien als «Islas Malvinas» bezeichnet. Taiana verurteilte die Aufnahme von britischen Ölbohrungen in der Umgebung der Inseln als «illegalen Akt, der gegen das Völkerrecht verstösst».
Das britische Vorgehen missachte auch «ausdrückliche Uno-Resolutionen, die verlangen, dass keine Partei einseitige Schritte ergreift, die die Situation erschweren könnten». Das
Gespräch mit Ban bezeichnete Taiana als «sehr herzlich und positiv».
Entscheid für Grossbritannien
Brasiliens Präsident Inacio Lula da Silva warf den Vereinten Nationen Tatenlosigkeit in der Falkland-Debatte vor. «Welche geografische, politische oder wirtschaftliche Erklärung gibt es dafür, dass England auf den Malvinas ist?» fragte da Silva und fügte hinzu: «Könnte es sein, dass der Grund darin besteht, dass England ständiges Mitglied des Uno-Sicherheitsrats ist?»
Nach dem Treffen Bans mit Taiana erklärte der britische Uno-Botschafter Mark Lyall Grant, es gebe keinen Zweifel an der britischen Souveränität über die Falklandinseln. Dies entspreche auch dem Uno-Prinzip der Selbstbestimmung.
In Umfragen hat sich die Mehrheit der Bevölkerung auf den Inseln für den weiteren Verbleib
bei Grossbritannien ausgesprochen.
(dapd/olsm)
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