Schweiz
Reckingen 1970: Als in der Nacht die Lawine kam
Heute vor 40 Jahren hat eine Lawine in Reckingen im Oberwallis 30 Menschen in den Tod gerissen. Bis heute hat noch nie eine andere einzelne Lawine in den Schweizer Alpen so viele Menschen getötet. «Schweiz aktuell» sprach mit einem Überlebenden.
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Über Wochen herrschte im Winter 1970 im Alpengebiet schlechtes Wetter mit Schneefall und starken Winden. Im Goms lagen Mitte Februar 1970 mehr als 140 Zentimeter Neuschnee. Doch im Dorf Reckingen fühlte sich dadurch niemand bedroht. Zu lange war es her, seit letztmals eine Lawine bis ins Dorf donnerte.
Lawine überraschte Menschen im Schlaf
Reckingen schlief, als am 24. Februar 1970, morgens um fünf Uhr, gewaltige Schneemassen Richtung Dorf stürzten. Ein riesiger Lawinenkegel bedeckte einen Teil des Dorfes, die Strasse und die Eisenbahnlinie. Mehrere Häuser wurden zerstört. Unter Schnee und Trümmern begraben lagen 48 Menschen.
Gegenüber «Schweiz aktuell» erinnert sich der Überlebende Eugen Walpen. «Ich hatte Angst und fror unter den Schneemassen. Ich lag zwei Stunden unter der Lawine, dann wurde ich gerettet.»
Insgesamt wurden achtzehn Vermisste gerettet, ein einjähriges Kind sogar unverletzt. Für dreissig Menschen, sechs Kinder, fünf Frauen und 19 Armeeangehörige, kam aber jede Hilfe zu spät. Trotz der grossangelegten Suchaktion dauerte es vier Tage, bis das letzte Opfer geborgen werden konnte.
Grosser Sachschaden
Der angerichtete Sachschaden belief sich auf mehr als elf Millionen Franken. Insgesamt wurden vier Wohnhäuser, zwei Ställe, eine Remise und fünf Militärgebäude vollständig zerstört.
(sf/widb)
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U. Roesli, Zuerich
)
(Traumtaenzer
Verfasst am: 25.2.2010 11:00
Ich muss sagen:
Ein sehr eindrücklicher Bericht. Und wie schnell... mehr
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