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International

Argentinen erhält Rückendeckung im Falkland-Konflikt

Dienstag, 23. Februar 2010, 5:49 Uhr, Aktualisiert 18:08 Uhr

Im neu aufgeflammten Konflikt um die Falklandinseln hat sich die Rio-Gruppe von 23 lateinamerikanischen Staaten auf die Seite von Argentinien gestellt. Auf einem Gipfeltreffen der Staatengemeinschaft im mexikanischen Badeort Playa de Carmen sprach der gastgebende Präsident Felipe Calderón von «den legitimen Rechten der Republik Argentinien in dem Souveränitätsstreit mit Grossbritannien».

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Diese Haltung werde von allen auf dem Gipfel vertretenen Staats- und Regierungschefs geteilt. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner betonte in ihrer Gipfel-Ansprache, ihre Regierung werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, «um unsere Souveränität über das südliche Archipel zu bekräftigen».

Argentinien kritisiert britische Ölbohrungen

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez warf London eine «rüde Demonstration» von «Neokolonialismus» vor und forderte den Stopp der Bohrungen sowie die Rückgabe der Inseln an Argentinien. Am Mittwoch wollte der argentinische Aussenminister Jorge Taiana mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon über den Dauerstreit zwischen Buenos Aires und London sprechen.

Am Montag hatte das britische Ölunternehmen Desire Petroleum PLC mit Probebohrungen auf den Inseln begonnen. Die Kirchner warf Grossbritannien daraufhin die Missachtung des Völkerrechts vor.

Animierte Grafik

Einige Experten vermuten im Gebiet der Falklandinseln bis zu 60 Milliarden Barrel Öl unter dem Meeresgrund, wovon aber nur ein Teil kommerziell nutzbar sein soll.

Konflikt um Öl-Bohrungen

Seit 200 Jahre schwelender Konflikt

Die Falkland-Inseln liegen rund 800 Kilometer östlich des argentinischen Festlands. Die 200 Inseln werden von etwa 3000 Menschen bewohnt; zudem sind dort über 1700 britische Soldaten stationiert.

Grossbritannien halten die Inseln seit 1833 besetzt. 1982 liess die damalige argentinische Militärjunta ihre Truppen auf den Falkland-Inseln einmarschieren, was einen Krieg mit den Briten auslöste.

Argentinien musste nach zehnwöchigen Kämpfen kapitulieren. In dem Konflikt kamen insgesamt rund 900 Soldaten ums Leben. Erst 1990 nahmen die beiden Staaten wieder volle diplomatische Beziehungen zueinander auf, ohne aber den Streit um die Inseln gelöst zu haben.

(apn/fasc/fref)

Kommentare aktiv...

L. Marvin, Berlin
(Waronislamists Mann)
Verfasst am: 25.2.2010 0:52

Ladies & Gentlemen, Der Kampf ums Öl ist nun in den Medien angekommen.

Und wir lassen uns noch immer von den kleinen... mehr

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E. Anywhere, St. Burnaby
(Grange Mann)
Verfasst am: 24.2.2010 8:44

Gebt die Falklandinseln

doch der Schweiz, denn die Schweiz ist ja neutral... mehr

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F. Bühlmann, Aarau
(Ethos Mann)
Verfasst am: 23.2.2010 19:19

Taiwan

Die Bürger der Falklandinseln fühlen sich als... mehr

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