Kultur
Jungautorin Hegemann setzt Kritiker «auf Igno»
Die junge Bestsellerautorin Helene Hegemann hat in Berlin ihren umstrittenen Roman «Axolotl Roadkill» offiziell vorgestellt. Hegemann, die an diesem Abend 18 Jahre alt wurde, nahm aber zu den Plagiatsvorwürfen und der Debatte um ihr Buch mit keinem Wort Stellung.
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- 18.02.10: Bestseller-Autorin Hegemann listet ihre Quellen auf
- 12.02.10: Blogger verurteilt Jung-Literatin Hegemann nicht
- 08.02.10: 17-jährige Bestsellerautorin hat Passagen geklaut
- Helene Hegemann auf myspace
- Rezensionsnotizen zu Hegemanns Buch
- «Die alten Männer und das junge Mädchen» (Iris Radisch in «Die Zeit»)
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Vor den rund 1000 geladenen Gästen las sie in einem Berliner Szenekeller mit einer Freundin mehrere Passagen aus dem bereits vor einigen Wochen erschienenen Roman vor.
Ullstein-Geschäftsführerin Siv Bublitz verteidigte das Recht auf «freie Benutzung» von Quellen. «Dieses Recht erlaubt es einem Künstler, Quellen auch ungenannt zu verwenden, wenn er daraus Neues und Eigenständiges schafft.»
Neues Quellenverzeichnis in der Neuauflage
Hegemann hatte für «Axolotl» mehrere Passagen aus dem Blogger-Roman «Strobo» mehr oder weniger wörtlich für ihren Text übernommen. In der vierten Auflage des Buches, die von Montag an ausgeliefert wird, ist ein neues Quellenverzeichnis angefügt. Es belegt auf gut fünf Seiten die Zitate, die Hegemann von anderen Autoren übernommen hat.
Bublitz sagte: «Anhand des Quellenverzeichnisses kann sich nun jeder Leser selbst ein Urteil darüber bilden, ob die Wellen, die es in den vergangenen Wochen geschlagen hat, dem Anlass eigentlich angemessen waren.»
(sda/halp)
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